Hertha im Trainingslager: Alte Dame gibt nächstes Testspiel bekannt, Ex-Stürmer schaut vorbei

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Kitzbühel - Den Feinschliff gibt's in Österreich! Wie schon im vergangenen Sommer bezieht Hertha BSC erneut sein Quartier in Kitzbühel. Neun Tage lang (vom 17. Juli bis 26. Juli) bereitet sich die Alte Dame auf die neue Saison vor - bislang ohne Neuzugang.

Hertha BSC zieht es wieder nach Kitzbühel.
Hertha BSC zieht es wieder nach Kitzbühel.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

Als einziger Profiverein in ganz Deutschland hat der Hauptstadtklub noch keinen einzigen Neuen präsentiert. Das könnte sich nach dem Verkauf von Tjark Ernst (23) jedoch schnell ändern.

Der erste Test ist bereits geglückt. Gegen die WSG Tirol siegte Hertha mit 3:2.

Auch den Härtetest in Mondsee hat die Alte Dame bestanden. Gegen den südafrikanischen Erstligisten Mamelodi Sundowns F.C. erkämpfte sich der Hauptstadtklub ein 1:1 und bleibt in der Vorbereitung weiter ungeschlagen.

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22. Juli, 17.06 Uhr: Hertha BSC gibt Testspiel gegen den 1. FC Köln bekannt

Das wird eine schnelle Rückkehr nach Tirol: Hertha BSC hat das nächste Testspiel bekanntgeben. Die Berliner treffen am Freitag, dem 31. Juli im Koasastadion St. Johann auf den 1. FC Köln. Anpfiff ist dann um 12 Uhr.

St. Johann ist nur wenige Kilometer von Kitzbühel entfernt. Hertha aber, die noch bis Sonntag in Österreich vor Ort sind, ist da schon wieder in der Hauptstadt. Für die Blau-Weißen ist es vermutlich der letzte Härtetest. Eine Woche später eröffnen sie die Zweitligasaison in Bochum.

22. Juli, 13 Uhr: Niederlechner besucht Hertha-Training

Noch bevor die Fahrradtruppe den Trainingsplatz erreichten, konnten sich die Hertha-Fans über einen ganz besonderen Zaungast freuen: Florian Niederlechner stattete den Berlinern einen Besuch ab, unterhielt sich lange mit Andrej Mijatovic, aber auch mit seinen alten Mannschaftskollegen Kevin Sessa, Luca Schuler und Co. Auch von seinem Ex-Coach Stefan Leitl gab es eine herzliche Umarmung.

Niederlechner wechselte vor einem Jahr zu 1860 München und bleibt auch trotz Zwangsabstieg bei den Löwen. Erst vor wenigen Tagen unterschrieb der Ex-Stürmer einen Vertrag bis 2027.

Derweil mussten die Profis einen Fitnesszirkel von Athletiktrainer Henrik Kuchno absolvieren. Das 1:1 gegen Sundowns haben sie gut überstanden. Alle Hertha-Stars schwitzten beim Plank, Gewichtheben und Co. Bedeutet: Auch Linus Gechter, der gestern vorsichtshalber pausierte, ist wieder dabei.

Für mächtig Spaß sorgte wiederum die nächste Übung. Vorbei an Stangen, mussten in Vierergruppen ähnlich wie beim Memory verschiedene Karten gefunden werden (Bube, Dame, König, Ass/2x Karo, 2x Pik), ehe die Regenerationseinheit nach gut eineinhalb Stunden ein Ende fand.

Viele Übungen, die viel Kraft kosten.
Viele Übungen, die viel Kraft kosten.  © TAG24/Johannes Kohlstedt
Kurzer Plausch vor Trainingsbeginn: Florian Niederlecher (l.) unterhält sich mit seinen ehemaligen Mitspielern Kevin Sessa und Luca Schuler (r.)
Kurzer Plausch vor Trainingsbeginn: Florian Niederlecher (l.) unterhält sich mit seinen ehemaligen Mitspielern Kevin Sessa und Luca Schuler (r.)  © TAG24/Johannes Kohlstedt

21. Juli, 20.28 Uhr: Leitl nach Remis zufrieden

Das Spiel ist durch. Am Ende trennen sich Hertha und Mamelodi Sundowns durch die Tore von Leon Jensen und Antonio Van Wyk 1:1. "Sie haben uns in allen Belangen gefordert. Man hat gesehen, warum sie RB Leipzig geschlagen haben", zeigte sich Stefan Leitl nach dem Spiel zufrieden.

"Wir haben es richtig gut gemacht, wir standen hoch, waren intensiv und mutig. Hintenraus haben wir gut verteidigt, wenig zugelassen. Jetzt werden wir ein bisschen Frische reinbekommen. Dazu noch mehr Zutrauen im eigenen Ballbesitz. Dann sind wir auf einem guten Weg."

21. Juli, 17.10 Uhr: Hertha und Sundowns mit Trauerflor

Das Spiel gegen Mamelodi Sundowns läuft. Für Gechter hat es nicht gereicht. Der Abwehrspieler fehlt im Kader, nachdem er das Anschwitzen am Vormittag mit Sehproblemen abgebrochen hat.

Vor dem Anpfiff gab es noch eine Schweigeminute. Hintergrund ist der Tod des südafrikanischen WM-Teilnehmers Jayden Adams, der im Alter von 25 tot aufgefunden war. Beide Teams laufen mit Trauerflor auf.

21. Juli, 12 Uhr: Gechter bricht Einheit wegen Seh-Problemen ab

Anschwitzen vor dem zweiten Test. Weil Hertha schon um 17 Uhr in Mondsee den zweiten Test des Trainingslagers bestreitet, stand am Dienstagvormittag nur eine kurze Einheit auf dem Programm. Eine Spaß-Einheit zu Beginn sollte jedoch Folgen haben. Linus Gechter bekam einen Ball an den Kopf bzw. ins Auge und ließ den Rest der Übung aus.

Danach versuchte es der Abwehrspieler noch einmal mit der nächsten Übung (Verhalten bei Standards), brach das Training aber ab. Sein Einsatz gegen Mamelodi Sundowns F.C. ist offen.

Luca Schuler und Deyovaisio Zeefuik werden derweil nicht zum Einsatz kommen. Das Duo trainierte individuell.

Hertha bereitet sich auf den zweiten Test vor.
Hertha bereitet sich auf den zweiten Test vor.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

20. Juli, 16.20 Uhr: Ex-Kapitän Holger Brück im Alter von 78 verstorben

Hertha trauert um eine Vereinslegende. Der ehemalige Kapitän Holger Brück ist am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 78 verstorben, teilt der Hauptstadtklub mit.

"Hertha BSC spricht der gesamten Familie in dieser schweren Zeit ein tief empfundenes und aufrichtiges Beileid aus", heißt es. "Wir werden sein Andenken stets bewahren. Holger Brück wird als Spieler und insbesondere als Mensch für immer in unseren Herzen bleiben."

Der ehemalige Abwehrspieler wechselte 1972 von Hessen Kassel zu Hertha BSC, blieb neun Jahre bei der Alten Dame und kam auf insgesamt 396 Pflichtspiele für Hertha, bei denen er 39 Tore erzielte. 1981 lief Brück ein letztes Mal für Hertha auf. Anschließend verließ er die Blau-Weißen und wechselte nach Kanada zu den Calgary Boomers.

Zu den Höhepunkten in Berlin zählen die Vizemeisterschaft 1974/75, zwei DFB-Pokal-Halbfinals, der Finaleinzug im DFB-Pokal 1976/77 sowie das Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinals 1978/79.

Bewegend: Trotz bereits fortgeschrittener Krankheit stattete Brück anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Vizemeisterschaft 1975 dem Klub im Mai 2025 einen Besuch ab.

Der ehemalige Abwehrspieler Holger Brück spielte neun Jahre lang für Hertha.
Der ehemalige Abwehrspieler Holger Brück spielte neun Jahre lang für Hertha.  © IMAGO / Alfred Harder

20. Juli, 12 Uhr: Training beendet

Eine gute Stunde und zehn Minuten lang ließ Leitl seine Jungs schwitzen. Die Hertha-Stars mussten zunächst einen kleinen Parcours überwinden, an deren Ende am besten viele Tore fallen sollten. Ein Beispiel: Auf zwei Zuspielen vom neuen Co-Trainer Schumacher, ging es vorbei an den blauen Stangen, ehe der Abschluss gesucht wurde. Anschließend ging es per Sprint zur nächsten Übung.

Auffällig: Beim Kopfball schlug Leitl wieder die Flanken selbst. Wie auch Mijatovic auf der anderen Seite.

Derweil hat die WM auch bei Hertha Spuren hinterlassen. Als Schuler beim intensiven Trainingsspiel unglücklich aufkam und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegenblieb, sodass seine Kollegen das Spiel unterbrachen, gab es prompt eine Ansage vom Coach: "Das gibt's nicht mehr. Wenn wir liegen bleiben, sind wir in Unterzahl."

Raus auf den Trainingsplatz geht es heute nicht mehr. Stattdessen steht Regeneration an. Morgen treten die Berliner dann zum zweiten Testspiel in Österreich an. Die Alte Dame trifft in Mondsee (17 Uhr) auf Mamelodi Sundowns F.C.

Der Parcours stellt Deyovaisio Zeefuik (l.) und Co. vor keine Herausforderung.
Der Parcours stellt Deyovaisio Zeefuik (l.) und Co. vor keine Herausforderung.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

20. Juli, 10.30 Uhr: Heute nur eine Trainingseinheit

Tag drei in Tirol. Stefan Leitl lässt es heute mal ruhiger angehen bzw. bei nur einer Trainingseinheit. Die gute Nachricht: Alle Mann sind erneut an Bord.

Warmmachen vor dem Training.
Warmmachen vor dem Training.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

19. Juli, 18 Uhr: Teures Training für Linus Gechter

Tag zwei in Kitzbühel ist geschafft. Für Linus Gechter allerdings wurde es eine teure Angelegenheit. Nach der Nachmittagseinheit, die erneut in Gruppen unterteilt wurde, ging es beim Lattenschießen mit Deyovaisio Zeefuik heiß her - sehr zur Freude von Niklas Kolbe und Marton Dardai.

Siegessicher kündigte Zeefuik beim finalen Versuch aus etwa 40 Meter an, dass alle jetzt nach Hause gehen können. Er behielt recht. Der Ball klatschte an die Latte. Die 300 Euro waren ihm sicher.

Paul Seguin ließ sich wiederum nicht auf ein Spielchen ein. Vermutlich auch besser so. "Heute bin ich Messi", rief der Fanliebling.

Deyovaisio Zeefuik (2.v.r.) setzte sich beim Lattenschießen durch.
Deyovaisio Zeefuik (2.v.r.) setzte sich beim Lattenschießen durch.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

19. Juli, 13 Uhr: Entwarnung bei Jelani Ndi

Vom Gewitter blieb Hertha zwar verschont, dennoch wurde es eine Regen-Einheit. Während die mitgereisten Hertha-Fans Zuflucht unter zwei Tribünen fanden, ackerten die Berliner 90 volle Minuten lang - inklusive Sprintübungen zum Schluss mit Henrik Kuchno. Der Fokus lag während des Trainings aber vor allem auf Passübungen. Ganz zufrieden wirkte Stefan Leitl jedoch nicht. "Mehr Ballbesitz, mehr Struktur" forderte der Coach.

Die gute Nachricht: Alle konnten mitmachen. Nur Deyovaisio Zeefuik und Luca Schuler trainierten teilweise individuell.

Heißt: Auch Jelani Ndi mischte wieder voll mit. Der Flügelflitzer musste am Samstag nach einem Schlag aufs Knie das Training abbrechen. Er scheint alles gut überstanden zu haben.

Titelfoto: TAG24/Johannes Kohlstedt

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