Hertha patzt bei Generalprobe: Sorgen um Sturm-Hoffnung?

Albufeira (Portugal) - Missglückte Generalprobe! Hertha BSC tritt mit einer Niederlage die Heimreise aus Portugal an. Das abschließende Testspiel gegen Standard Lüttich ging mit 2:3 (1:2) verloren.

Hertha spielte im Estadio Municipal de Abufeira mit der vermeintlichen A-Elf.
Hertha spielte im Estadio Municipal de Abufeira mit der vermeintlichen A-Elf.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

Stefan Leitl verzichtete auf Experimente und setzte knapp eine Woche vor dem Rückrundenauftakt auf die vermeintliche A-Elf.

Auffällig: Der wechselwillige Julian Eitschberger stand in der Startelf. Mangels Spielzeit will der Rechtsverteidiger den Hauptstadtklub noch im Winter verlassen. Jetzt durfte er sich wieder einmal beweisen - und erlebte einen Start nach Maß.

Fabian Reese brach auf der linken Seite durch fand im Rückraum Michael Cuisance, der noch einen Gegenspieler austanzte und dann mit dem schwächeren rechten Fuß zur Führung traf (4. Minute). So hatte sich das Leitl vorgestellt.

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Wie Hertha danach aber verteidigt hat, eher nicht. Einen Fehlpass von Linus Gechter nutzte Marco Ilaimaharitra zum Ausgleich (5.). Die Führung hielt gerade mal eine Minute.

Danach blieb Hertha zwar die aktivere Mannschaft, leistete sich aber weiter immer wieder Unkonzentriertheiten. Wieder war es eine missglückte Klärungsaktion, die zum Gegentor führte. Diesmal haute Caper Nielsen einen Freistoß kurz vorm Sechzehner humorlos rein.

Luca Schuler muss noch vor der Pause runter

Noch vor der Pause dreht Lüttichs Casper Nielsen per Freistoß das Spiel.
Noch vor der Pause dreht Lüttichs Casper Nielsen per Freistoß das Spiel.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

Noch bitterer aber: Schuler musste unmittelbar danach runter. Eine Verletzung lag allerdings nicht vor, wie Leitl im Anschluss verriet.

Schon vor Anpfiff hatten sich Marton Dardai und Maurice Krattenmacher erkältet abgemeldet. Auch Kevin Sessa fehlte wenig überraschend, hatte er doch die letzten Tage nur individuell trainieren können.

Hertha bemühte sich nach dem Seitenwechsel um den schnellen Ausgleich, spielte aber eine 3-gegen-1-Situation zu kompliziert aus (57.). Chance vertan. Dennoch sollte das 2:2 noch fallen. Ein Tor der Marke erzwungen. Cuisance setzte Keeper Matthieu Epolo unter Druck, blockte dessen Klärungsversuch, der Jeremy Dudziak vor die Füße fiel. Mit dem Glück des Tüchtigen rutschte sein Schuss durch die Arme ins Tor (70.).

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Das wird ihm guttun. Fast die gesamte vergangene Spielzeit fiel Dudziak verletzt aus, bekam dann Anfang Oktober dennoch einen stark leistungsbezogenen Vertrag.

Das letzte Wort gehörte aber dem belgischen Erstligisten: Léandre Kuavita (88.) sorgte mit dem 3:2 für den Schlusspunkt.

Titelfoto: TAG24/Johannes Kohlstedt

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