Macht dieser Hertha-Star jetzt die Biege? Leitl erhöht den Druck

Berlin - Das 2:1 gegen Nürnberg musste er von der Tribüne bzw. von der Couch aus verfolgen. Beim ersten Heimsieg seit dem 21. November fehlte Pascal Klemens (21) komplett im Aufgebot. Der Grund: seine ungewisse Zukunft.

In Elversberg sorgte Pascal Klemens (21, 2.v.r.) für die Führung.  © Uwe Anspach/dpa

Hertha BSC will mit dem 21-Jährigen gerne verlängern, doch Klemens zögert. Und das schon seit Monaten. "Ich glaube, dass Klarheit herrschen muss. Auch für die Zukunft. Der Ball liegt jetzt seit über einem Jahr bei Passi", fordert Stefan Leitl (48) eine Entscheidung: Wechsel oder Verlängern.

Klemens hatte erst Ende des Jahres nach schwerer Sprunggelenksverletzung sein Comeback gefeiert und kam zuletzt wieder regelmäßiger zum Einsatz.

Sportlich liefert der Verteidiger jedoch eher wenig Argumente. Er erlebt bislang eine Achterbahn-Saison. Gegen Darmstadt verschuldete das Hertha-Talent einen Elfmeter, traf eine Woche später in Elversberg, wurde dann durch den verschossenen Elfmeter beim Pokal-Krimi zur tragischen Figur und fiel beim Debakel in Paderborn nur durch ein aberkanntes Eigentor auf.

Hertha BSC Trainer Leitl erleichtert: Damit hat er nicht gerechnet, Hertha-Boss vermeidet Weber-Bekenntnis

Leitl sieht in seinen Wackel-Auftritten einen Zusammenhang mit der ungeklärten Zukunft. "Er braucht eine gewisse Sicherheit auch für sich. Wir müssen Dinge klären und dann wird Passi auch wieder zu seiner alten Stärke zurückfinden. Dabei werden wir ihm unterstützen. Er ist ein Spieler aus der eigenen Akademie, der jetzt lange verletzt war. Dennoch müssen wir Klarheit reinbekommen."

Anzeige
Klemens ist eigentlich Abwehrspieler, kann aber auch auf der Sechs spielen.  © Andreas Gora/dpa

Vertrag bei Hertha BSC läuft aus: Klemens wechselte Berateragentur

Stefan Leitl (48) will Klarheit haben.  © Andreas Gora/dpa

Bislang sieht es nach einem Verbleib aus. Der Abwehrspieler hat jedoch erst kürzlich seine Berateragentur gewechselt, was eher für einen Wechsel und gegen eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags spricht. Auch sportlich kann die Alte Dame dem 21-Jährigen nicht die große Bundesligabühne bieten. Die Tür ist weiterhin zu.

"Ich weiß nicht, warum wir Trainer immer rumeiern müssen. Wenn man das Gefühl hat, dass etwas weit weg ist und du beim direkten Konkurrenten 2:5 verlierst, dann können wir uns nicht hinstellen und sagen, wir sind nach wie vor dabei, um den Aufstieg zu spielen. Diese Klarheit tut auch mal gut", so Leitl. "Wir haben noch ein paar Spiele vor der Brust. Es heißt jetzt einfach liefern. Platz sechs ist für mich realistisch."

In der neuen Saison nimmt Hertha dann einen neuen Anlauf: Ob dann aber auch Klemens, der immer wieder mit Bundesligisten und zuletzt mit einem Wechsel ins Ausland in Verbindung gebracht wurde, den Weg auch mitgeht?

Mehr zum Thema Hertha BSC: