Nach Dresden-Randale noch zurückgehalten: So sieht das Hertha-Sondertrikot aus
Berlin - Viel Wirbel um ein Trikot! Eigentlich wollte Hertha BSC schon vor zwei Wochen das neue Sondertrikot vorstellen, doch aufgrund der Randale bei Dynamo Dresden, als sich Hertha-Fans und Dresden-Anhänger gegenseitig im Innenraum mit Pyrotechnik beschossen, machte der Hauptstadtklub einen Rückzieher. Ein Zeichen, dass die Alte Dame derartige Gewaltvorfälle nicht duldet.
Gegen Holstein Kiel aber können die Hertha-Fans erstmals das neue Sondertrikot live und in Farbe betrachten. Es ist eine Hommage an die eigene Vergangenheit: Vor 120 Jahren trug Hertha eben jenes H-Trikot und holte gleich den ersten Titel in der noch jungen Vereinsgeschichte: die Berliner Meisterschaft.
Auffällig: Statt der Fahne prangt ein großes H auf der Brust. Auch sonst ist das quergestreifte Trikot ziemlich schlicht gehalten und sehr nah dran am Original: die eine Seite weiß, die andere blau. Dazu noch ein weißer Kragen.
Optisch gibt das H-Trikot ganz schön was her, doch Fans müssen tief in die Tasche greifen. Für 100 Euro gibt es das gute Stück Stoff zu haben. Erstmal nur für Mitglieder (ab Donnerstag auch in den Fanshops), ab Samstag dann für alle im freien Verkauf.
Am Samstag im Olympiastadion (13 Uhr/Sky) werden dann auch die Hertha-Stars im neuen Retro-Look auflaufen. Ebenso wie die Frauenmannschaft. Noch besser: Fans haben die Möglichkeit, die Matchworn-Trikots zu ersteigern – für einen guten Zweck.
"Spendet Becher – Rettet Leben": Hertha BSC versteigert Trikots für den guten Zweck
Alle Einnahmen kommen der traditionellen Sammelspendenaktion "Spendet Becher - Rettet Leben" zugute. Eine gute Sache, die einst von den Ultras Harlekins Berlin 98' ins Leben gerufen wurde.
Wohl auch ein Grund, warum das Sondertrikot verschoben wurde, gaben beide Fanlager nach dem Fahnenklau in Dresden doch kein gutes Bild ab. Es war schlicht der falsche Zeitpunkt. Ins Aufstiegsrennen können die Berliner allerdings auch im historischen Look nicht mehr eingreifen. Der Zug in die Bundesliga ist spätestens nach dem 1:1 in Braunschweig abgefahren.
Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa, Hertha BSC
