Berlin - Schlägt das Verletzungspech wieder zu? Hertha BSC sorgt sich um Linus Gechter (22). Der Abwehrspieler, seit Wochen einer der besten Berliner, musste beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21 gegen Griechenland (2:0) verletzt ausgewechselt werden.
Was war passiert? Nach einem Einwurf klagte der Innenverteidiger über Probleme an der Schulter. Nur wenig später war dann auch schon Schluss. Er musste kurz vor der Pause runter.
Eine genaue Diagnose stand noch nicht fest, ebenso ob oder wie lange Gechter womöglich ausfällt.
Klar ist aber: Das Eigengewächs hat eine Vorgeschichte. Vergangene Saison musste der 22-Jährige mit einer Schulterverletzung lange pausieren, weil ihn der eigene Mitspieler Deyovaisio Zeefuik (27) unglücklich umrempelte. Jetzt macht dieselbe Schulter Probleme, die im September 2024 operiert werden musste.
Reicht die Zeit nicht bis Samstagabend (20.30 Uhr/Sky/RTL), stehen Hertha-Coach Stefan Leitl (48) beim Flutlichtspiel bei Dynamo Dresden zwei Alternativen bereit: Pascal Klemens (20) und Toni Leistner (35).
Der Routinier ersetzte schon in Düsseldorf (2:5) den ausgeknockten Marton Dardai (24), spielte cool seinen Stiefel herunter. Gegen Dynamo dürfte Leistner ohnehin besonders motiviert sein. Hier feierte der gebürtige Dresdner vor 15 Jahren sein Profidebüt, spielte insgesamt vier Jahre für Dynamo, ehe es ihn zu Union Berlin nach Köpenick zog.
Hertha BSC kann gegen Dynamo Dresden mit Marton Dardai planen
Mit 35 Jahren ist Leistner nicht mehr der Schnellste, aber auf ihn ist immer noch Verlass. Schon beim 2:0 im Hinspiel ließ Leistner hinten so gut wie nichts anbrennen und sich am Ende noch zu einer kleinen Spitze hinreißen: "Viele Grüße an alle Trainer, die mich in Dresden nicht wollten", stichelte der Abwehrchef.
Jetzt könnten seine Qualitäten wieder gefragt sein. Gut für Hertha: Marton Dardai ist nach dem Kopf-K.-o. wieder zu 100 Prozent fit. Für Ungarn stand der Abwehrspieler in beiden Testspielen jeweils 90 Minuten lang auf dem Rasen.