Berlin - Der Aderlass bei Hertha BSC ist schon jetzt groß und er könnte noch weitergehen, denn der Alten Dame droht der Abgang eines weiteren Leistungsträgers - ausgerechnet wieder zum VfL Wolfsburg.
Nach Kapitän Fabian Reese (28) könnten sich die Wölfe erneut bei ihrem neuen Ligarivalen bedienen. Wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung vermeldet, sollen nämlich auch die Gespräche mit Tjark Ernst (23) bereits weit fortgeschritten sein.
Der Stammkeeper der Blau-Weißen soll in Wolfsburg "Maskenmann" Kamil Grabara (27) ablösen. Nach dem überraschenden VfL-Abstieg wird damit gerechnet, dass der polnische Nationalkeeper den Verein verlassen wird.
Nach Informationen des Blattes sollen die Verhandlungen mit dem 23-Jährigen aber aktuell unterbrochen worden sein, aufgrund eines Trauerfalls in seiner Familie.
Ernst sollen allerdings auch Angebote aus der Bundesliga vorliegen. Verhandlungen mit dem Hauptstadtklub wären bei seinem Abgang nicht notwendig, da der Keeper über eine Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro in seinem Vertrag verfügen soll.
Sein Verkauf wäre zwar ein weiterer herber sportlicher Verlust für die Berliner, würde allerdings erneut frisches Geld in die klamme Kasse spülen.
Wird Florian Kastenmeier die neue Nummer eins bei Hertha BSC?
Durch den Wechsel könnte der Klub dann auch endlich selbst auf dem Transfermarkt aktiv werden. Und die Verantwortlichen um Benjamin Weber (46) sollen laut Bild auch bereits einen Ersatzmann für Ernst ins Auge gefasst haben.
Nach dem ebenso überraschenden Abstieg von Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga ist Routinier Florian Kastenmeier (28) in den Fokus der Spree-Athener gerückt.
Der 28-Jährige hat kürzlich ein Angebot von Werder Bremen ausgeschlagen, weil er bei den Grün-Weißen nur die Nummer zwei hinter dem neuen Stammkeeper Karl Hein (24) gewesen wäre.
Bei Hertha hätte Kastenmeier eine realistische Chance auf den Stammplatz im Tor. In der Hauptstadt müsste er sich wohl in erster Linie mit Marius Gersbeck (30) auseinandersetzen. Allerdings soll auch Hannover 96 den ablösefreien Fortuna-Schlussmann ganz oben auf dem Zettel haben.
Florian Kastenmeier selbst soll nach Bild-Angaben jedoch darauf spekulieren, als Stammkeeper bei einem Bundesliga-Klub zwischen den Pfosten zu stehen. Anderenfalls seien eben genau jene Wölfe sein präferiertes Ziel in der 2. Bundesliga, sollte Tjark Ernst nicht in die Autostadt wechseln - es ist kompliziert.