Wende oder Hertha-Horror: Wird Elversberg wieder zum Knackpunkt?

Berlin - So schnell kann es im Fußball gehen. Zwischen Aufstiegsfavorit und einem "Egal-Wie-Sieg" liegen gerade mal vier Wochen. Groß war die Euphorie rund um Hertha BSC noch vor dem Saisonauftakt. Es folgte: Ernüchterung!

In der vergangenen Rückrunde ging Hertha in Elversberg mit 0:4 unter.
In der vergangenen Rückrunde ging Hertha in Elversberg mit 0:4 unter.  © Silas Schueller/DeFodi Images/dpa

Nur zwei Zähler sammelten die Berliner nach dem 1:2 auf Schalke - jeweils mit einem 0:0. Immerhin aber stimmte in Darmstadt endlich die Leistung.

Und dennoch: Der Druck ist groß. Hertha braucht unbedingt einen Sieg, will man aus dem schlechten Saisonstart keinen Katastrophen-Auftakt machen.

"In den ersten drei Spielen haben wir nicht gut gespielt. In Darmstadt haben wir gesehen, wie wir Chancen kreieren können. Das gilt es zu stärken. Insgesamt war es ein deutlicher Schritt nach vorne", sagte Stefan Leitl (48).

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Will der Hauptstadtklub nicht wie in den vergangenen beiden Jahren dem Aufstiegsrennen von Anfang an hinterherrennen, müssen unbedingt drei Punkte her.

Dessen ist sich auch der Trainer bewusst: "Es geht jetzt erstmal nur um dieses eine Spiel, und das zu gewinnen - egal wie!"

Ausgerechnet Elversberg soll der Wendepunkt sein. Wieder einmal. Vergangene Saison geriet Hertha in Leitls erstem Auswärtsspiel aber mal dermaßen unter die Räder. Zur Pause stand es bereits 0:4.

Hertha trifft auf Angstgegner Elversberg und braucht unbedingt drei Punkte

Stefan Leitl (48) hat noch nie gegen Elversberg gewinnen können.
Stefan Leitl (48) hat noch nie gegen Elversberg gewinnen können.  © Uwe Anspach/dpa

"Damals haben wir sachlich analysiert und die richtigen Schlüsse gezogen", sagte Leitl. "Das Spiel war eine Wende. Nicht nur bei der Umstellung auf eine Dreierkette, sondern auch bei der Art und Weise, wie wir danach gespielt haben."

Hertha stabilisierte sich, holte in den restlichen zehn Spielen 18 Punkte. Ein verlässlicher Punktelieferant ist Elversberg für die Herthaner aber definitiv nicht. Lediglich beim ersten Aufeinandertreffen siegte die Alte Dame in einem merkwürdigen Spiel mit 5:1. Danach folgten drei Niederlagen mit jeweils vier Gegentoren.

Problem: Auch Leitl hat in seiner Trainerkarriere die Elf noch nicht knacken können. In vier Spielen holte er mit Hannover lediglich zwei Remis und kassierte zwei Niederlagen.

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Doch selbst ein Unentschieden wäre zu wenig: Hertha braucht am Freitag (18.30 Uhr/Sky), an Leitls Geburtstag, einen Sieg! Beschenkt ihn seine Mannschaft mit drei Punkten?

Titelfoto: Silas Schueller/DeFodi Images/dpa

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