HSV-Coach tobt nach Schiri-Entscheidung: "Absolut unerklärlich"
Freiburg - Klare Worte! Coach Merlin Polzin (35) war nach der 1:2-Pleite seines HSV beim SC Freiburg mit der Leistung von Schiedsrichter Timo Gerach (39) alles andere als zufrieden.
Vor allem eine Entscheidung des Referees brachte den 35-Jährigen auf die Palme: Unmittelbar vor dem Siegtreffer der Hausherren durch Igor Matanovic (22) war Hamburgs Jordan Torunarigha (28) von Johan Manzambi (20) mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen worden.
"Das ist aus jeder Perspektive zu erkennen. Das ist für mich absolut unerklärlich, wie bei einem Kopftreffer das Spiel fortgesetzt wird und wir das Spiel dann verlieren", wütete der Übungsleiter nach der Partie am Mikrofon von "Sky".
Er habe sich die Szene "aus sämtlichen Perspektiven, die uns zur Verfügung stehen" angeschaut, erklärte Polzin weiter. Es sei klar, dass Torunarigha mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen werde, wiederholte der gebürtige Hamburger noch einmal.
Auch die beiden "Sky"-Experten Erik Meijer (56) und Dietmar Hamann (52) waren sich im Studio einig, dass die Szene hätte abgepfiffen werden müssen und das Tor dementsprechend nicht hätte zählen dürfen.
HSV-Profi Nicolai Remberg über Schiri Timo Gerach: "Das ist unglaublich"
Und die drei waren mit ihrer Einschätzung nicht allein - als Mittelfeldspieler Nicolai Remberg (25) die Szene sah, reagierte er am DAZN-Mikrofon mit deutlichen Worten: "Das ist unglaublich, das ist Wahnsinn. Wie kann man das nicht pfeifen? Das kann ich nicht verstehen."
Besonders bitter aus Sicht der Rothosen: Schon der zwischenzeitliche Ausgleich fiel auf äußerst strittige Art und Weise. Daniel Elfadli (28) hatte Lucas Höler (31) im Strafraum minimal an der Ferse berührt, für Gerach war das jedoch genug, um auf Elfmeter und Gelb-Rot für den bereits verwarnten Elfadli zu entscheiden.
"Die Rote Karte ist natürlich sehr unglücklich. Generell sind die Tore sehr unglücklich gefallen, würde ich sagen", fasste Neuzugang Damions Downs (21) nach seinem blassen Startelf-Debüt treffend zusammen.
Titelfoto: Silas Stein/dpa
