HSV-Keeper Heuer Fernandes vermisst den Lucky Punch: "Haben darauf gelauert"

Hamburg - Er hat schon viele Schlachten am Millerntor geschlagen! HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) erlebte am Freitagabend bei der Nullnummer im Derby beim FC St. Pauli einen eher ruhigen Abend. Dennoch war er nicht ganz zufrieden.

HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33, M) war im Derby nur selten gefordert.
HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33, M) war im Derby nur selten gefordert.  © WITTERS

Viermal war der 33-Jährige bereits am Millerntor mit dem HSV zu Gast gewesen, so ruhig wie am Freitag war es aber selten für ihn. Bei den bisherigen Duellen musste er insgesamt zehn Gegentore schlucken und holte mit seinem Team nur einen Zähler.

Diesen sicherten sich die Rothosen auch am Freitag, wobei sich Heuer Fernandes nur selten auszeichnen konnte. "Es war sehr kalt", erklärte er. Der Keeper hatte schon fast mehr mit den niedrigen Temperaturen zu kämpfen als mit der Offensive der Kiezkicker.

Den Fokus behielt er trotzdem. "Jeder weiß, was das Spiel bedeutet", unterstrich er. Am Ende hatte er dennoch irgendwie gehofft, dass der HSV das Derby zu seinen Gunsten entscheiden konnte. "Es reicht eine Chance, auch wenn nur die 89. Minute ist, um hier als Sieger vom Platz zu gehen", sagte er weiter. "Auf den Moment haben wir gelauert, aber kam halt nicht."

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Da St. Pauli ähnlich agierte, hatte der Zuschauer fast schon das Gefühl, als würden beide Mannschaften gar nicht wollen. Doch dem widersprach Heuer Fernandes. "Wer das Spiel gesehen hat, hat ganz klar gesehen, dass wir sehr stabil spielen und sehr konzentriert."

HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes freut sich auf neuen Konkurrenten

Der 33-Jährige war mit der Leistung zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis.
Der 33-Jährige war mit der Leistung zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis.  © IMAGO / Lobeca

Der HSV war letztlich darum bemüht, Ballverluste zu vermeiden, damit die Stimmung im Stadion nicht weiter angeheizt wurde. "Man weiß, wie viele schwere Spiele wir hier schon auswärts hatten", erinnerte er sich. "Deswegen war die Leistung gut, aber glücklich sind wir nicht."

Am Ende fehlte beiden Teams in der Offensive die Durchschlagskraft, ein leidiges Thema. "Wir müssen vielleicht ein bisschen zwingender werden", erkannte Heuer Fernandes. "Aber die gesamte Leistung war positiv. Wir waren die klar bessere Mannschaft."

Seit ein paar Tagen hat "Ferro" einen neuen Teamkameraden mit Sander Tangvik (23). "Er ist sehr offen, wir haben uns schon ein paarmal unterhalten", gab der 33-Jährige zu. Der Norweger ist mittlerweile der sechste Keeper, der dem Routinier an die Seite gestellt wird. "Das heißt, dass ich schon lange da bin", sagte er und lachte.

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Bislang hat sich Heuer Fernandes immer durchgesetzt, bis zum Sommer ist er auf jeden Fall die Nummer eins.

Titelfoto: IMAGO / Lobeca

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