Nach Gregoritsch-Fairplay: HSV drängt massiv auf Elfmeter – Polzin entschuldigt sich bei FCA-Stürmer
Hamburg – Jeweils einen Punkt sicherten sich der HSV und der FC Augsburg im Osterduell am Samstagnachmittag (1:1). Dabei stand bei der Partie besonders eine Aktion im Fokus: das Mega-Fairplay von FCA-Stürmer Michael Gregoritsch (31). Beide Trainer lobten die Aktion. Merlin Polzin entschuldigte sich im Nachgang sogar bei dem Österreicher.
Der HSV-Trainer hatte nach Abpfiff der Partie sogar extra das Gespräch mit dem ehemaligen Rothosen-Kicker gesucht, berichtete er.
"Diese Aktion verdient mehr Aufmerksamkeit als vielleicht andere in diesem Spiel", erklärte der 35-Jährige bei der Pressekonferenz im Anschluss. "Man sieht einfach, welch fairer Sportsmann er ist, dass er auf Nachfrage des Schiedsrichters dann seinen Standpunkt mitteilt."
Dass sich der Österreicher dann mit dem vehementen Drängen der Hamburger auf einen Handelfmeter in der 85. Minute ganz und gar nicht einverstanden zeigte, könne Polzin im Nachgang mehr als verstehen.
"Da hat er dann auch einfach recht gehabt. Da habe ich mich dann auch bei ihm entschuldigt, weil das von uns dann nicht passend ist, mit seiner Aktion", gab der Hamburger zu.
Dem konnte FCA-Coach Manuel Baum (46) nur zustimmen, übte gleichzeitig aber auch starke Kritik an Schiri-Routinier Deniz Aytekin (47).
FCA-Coach Manuel Baum kritisiert Schiri Deniz Aytekin
"Ich sehe das wie mein Kollege", stieg Baum in sein Statement nach dem aus seiner Sicht im Endeffekt fairen Remis ein. "Es ist natürlich eine super Aktion, dass er sagt, dass es kein Foul ist" – daraufhin folgte allerdings das große "Aber".
"Ich finde es nicht gut, dass der Schiedsrichter einen Spieler fragen muss", so der 47-Jährige weiter. "Was wäre gewesen, wenn er sagt, das war eins? Dann wäre er jetzt der Buhmann!"
Aus seiner Sicht dürfe man als Unparteiischer niemals die Verantwortung für eigene Entscheidungen auf Spieler abwälzen. "Ich würde die Spieler nicht in die Bredouille bringen!"
Vor seinem Stürmer zieht der Bundesliga-Trainer aber seinen Hut. "Es war für mich aber total okay, dass 'Gregerl' die Situation richtig beschrieben hat."
Titelfoto: Bildmontage: Gregor Fischer/dpa

