Starker HSV dominiert gegen Gladbach, belohnt sich aber nicht

Hamburg - Bitter! Der HSV war gegen Borussia Mönchengladbach über weite Strecken die klar bessere Mannschaft, ließ aber etliche hochkarätige Chancen liegen. Am Ende kam nicht mehr als ein 0:0 dabei heraus.

Sinnbild für die erste Halbzeit: Der HSV war gegen Gladbach drückend überlegen, ließ aber gleich mehrere hochkarätige Chancen liegen.  © WITTERS

Die Hanseaten legten direkt los wie die Feuerwehr: Nach gerade einmal vier Minuten hatten Ransford Königsdörffer und Jean-Luc Dompé innerhalb von nur wenigen Sekunden die ersten zwei dicken Chancen.

Auch in der Folge waren es nur die Rothosen, die sich in der Offensive zeigten. In der 19. Minute hätte eigentlich folgerichtig das 1:0 fallen müssen, doch Nicolas Capaldo vergab eine absolute Riesenchance kläglich.

Von den Fohlen, die gegen das hohe Pressing der Hausherren keine Mittel fanden, kam weiterhin so gut wie gar nichts. Der HSV wiederum hatte weitere hochkarätige Gelegenheiten durch Nicolai Remberg (25.) und Miro Muheim (26.).

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Nach etwa einer halben Stunden kamen die Gladbacher schließlich etwas besser rein, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Allerdings gelang es der Borussia bis zur Pause, die Hamburger vom eigenen Tor fernzuhalten.

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HSV gegen Gladbach: Rothosen belohnen sich für starke Leistung nicht

Neuzugang Damion Downs (M.) hätte beinahe sein erstes Tor für den HSV erzielt, vergab aber eine dicke Kopfballchance.  © WITTERS

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nur bedingt: Der HSV war die spielbestimmende Mannschaft, aber nicht mehr ganz so zielstrebig im Spiel nach vorn. Trotzdem gab es durch einen Kopfball von Damion Downs eine weitere dicke Chance (58.).

Die Gladbacher agierten zwar ein wenig aktiver als im ersten Abschnitt, ihnen gelang in der Offensive aber weiterhin erschreckend wenig. Die Gastgeber hatten keine große Mühe, die Fohlen vom eigenen Kasten fernzuhalten.

Als die Schlussphase anbrach, lief den Hausherren langsam aber sicher die Zeit davon, um sich für eine vor allem in der ersten Halbzeit starke Leistung den verdienten Lohn abzuholen. Sollte den Rothosen der erlösende Treffer noch gelingen?

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Nein! Trotz üppiger Nachspielzeit von neun Minuten verpasste die Elf von Merlin Polzin den verdienten Heimsieg. Alexander Rössing-Lelesiit vergab die letzte Chance des Spiels, kurz danach war Schluss.

Statistik zum Bundesliga-Duell zwischen dem HSV und Gladbach

Bundesliga, 18. Spieltag

Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach 0:0 (0:0)

Aufstellung HSV: Heuer Fernandes - Capaldo (67. Gocholeishvili), L. Vuskovic, Torunarigha - Jatta (84. Ramos), Fábio Vieira, Remberg, Muheim - Königsdörffer (67. Philippe), Downs (79. Glatzel), Dompé (79. Rössing-Lelesiit)

Aufstellung BMG: Nicolas - Sander, Elvedi, Diks (88. Takai) - Scally, Engelhardt, Netz, Reitz, Neuhaus (69. Reyna) - Honorat (69. Castrop), Tabakovic (90.+2 Machino)

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Tore:

Gelbe Karten: Torunarigha (1) / Diks (4), Engelhardt (2)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 18 71:14 50
2 Borussia Dortmund 18 35:17 39
3 TSG 1899 Hoffenheim 17 35:21 33
4 RB Leipzig 17 33:24 32
5 VfB Stuttgart 17 32:25 32
6 Bayer 04 Leverkusen 17 34:25 29
7 Eintracht Frankfurt 18 38:39 27
8 SC Freiburg 17 27:29 23
9 1. FC Union Berlin 17 23:26 23
10 1. FC Köln 18 27:30 20
11 Borussia Mönchengladbach 18 23:29 20
12 VfL Wolfsburg 18 27:38 19
13 SV Werder Bremen 17 21:34 18
14 Hamburger SV 17 17:27 17
15 FC Augsburg 17 18:33 15
16 1. FC Heidenheim 18 17:39 13
17 1. FSV Mainz 05 18 18:31 12
18 FC St. Pauli 17 16:31 12

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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