Leipzig - Spitzenspiel im Bruno-Plache-Stadion! Am Sonntag (14 Uhr) empfängt der Tabellenführer der Regionalliga Nordost, Lok Leipzig den ärgsten Verfolger Carl Zeiss Jena im heimischen Rund. Mit einem Sieg würden sich die Meisterchancen der Blau-Gelben noch einmal drastisch erhöhen. Trainer Jochen Seitz (49) versucht es locker anzugehen.
"Das wird schon ein wichtiges Spiel, aber kein Spiel, was Entscheidungen hervorruft. Es gibt noch 30 Punkte zu vergeben", so der Coach am Freitagvormittag auf der Pressekonferenz vor der Partie.
Gewinnen die Sachsen, würde der Abstand in der Tabelle auf Jena auf satte 13 Punkte anwachsen. Aktuell sind es zehn, wobei: "Ich rechne immer mit sieben Punkten Vorsprung, weil Jena das Nachholspiel wohl gewinnen wird", so Seitz.
Trotzdem lässt sich sagen, dass das Duell am Sonntag eine Vorentscheidung um die Meisterschaft bedeuten könnte, auch wenn laut Seitz "noch viel passieren könne" und man sich "nicht ausruhen" dürfe.
Im Kern sind Jena und Rot-Weiß Erfurt aber die einzigen echten Verfolger. Der Hallesche FC hat verkündet, dass man - sollte man doch noch als Staffelsieger aus der Saison gehen - nicht aufsteigen möchte, womit die Loksche "nicht gerechnet habe". Aber: "Wir nehmen das zur Kenntnis, mehr auch nicht."
Übrigens: Aktuell sind laut Vereinsangaben 8762 Tickets für das Meister-Duell verkauft. Der Klub rechnet aber fest damit, dass mindestens 10.000 Zuschauer ins Stadion kommen. Das Bruno wird also voll.
Torarmes Duell zwischen Lok Leipzig und Carl Zeiss Jena?
Auf dem Papier ist es ein Spitzenspiel. Trotzdem rechnen die Blau-Gelben eher damit, dass es ein torarmes Wochenende werden könnte. Eben wie im Hinspiel, wo die Sachsen unglücklich mit 0:1 verloren hatten.
Wer dieses Mal vielleicht das entscheidende Tor schießen könnte, ist Offensivmann Dorian Cevis (24). Der Angreifer fühlt sich sehr wohl bei den Leipzigern, könnte sich auch vorstellen, mit dem Klub in der 3. Liga zu spielen. "Mein Ziel ist es, den nächsten Sprung mit dem Verein zu machen."
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 23 | 48:17 | 55 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 22 | 41:21 | 45 | |
| 3 |
|
Hallescher FC | 23 | 38:21 | 44 | |
| 4 |
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FC Rot-Weiß Erfurt | 23 | 41:29 | 43 | |
| 5 |
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FSV Zwickau | 22 | 35:28 | 39 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 21 | 32:22 | 36 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 23 | 37:32 | 34 | |
| 8 |
|
Hertha BSC II | 22 | 36:40 | 30 | |
| 9 |
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BFC Preussen | 20 | 27:31 | 29 | |
| 10 |
|
1. FC Magdeburg II | 22 | 35:32 | 27 | |
| 11 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 20 | 23:28 | 27 | |
| 12 |
|
ZFC Meuselwitz | 21 | 27:32 | 23 | |
| 13 |
|
SV Babelsberg 03 | 22 | 33:42 | 23 | |
| 14 |
|
BFC Dynamo | 20 | 24:34 | 20 | |
| 15 |
|
Greifswalder FC | 21 | 22:33 | 19 | |
| 16 |
|
BSG Chemie Leipzig | 21 | 19:32 | 16 | |
| 17 |
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FC Eilenburg | 23 | 20:42 | 15 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 19 | 16:38 | 9 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.