Leipzig - Zwei Wochen nach dem Rücktritt von Jochen Seitz (49) hat Lok Leipzig am Montag seinen neuen Trainer vorgestellt: Torsten Ziegner (48) wird den Kult-Klub übernehmen.
Um 12.01 Uhr betrat der Übungsleiter die VIP-Lounge im Bruno-Plache-Stadion und nahm vor den wartenden Journalisten Platz.
"Lok ist ein total spannender Klub, der in den letzten mindestens zwei Jahren große Fortschritte gemacht hat", sagte der mit einem Zweijahres-Vertrag ausgestattete 48-Jährige, der erst seit einer guten Woche mit den Blau-Gelben geredet und sich schnell geeinigt habe.
Der schon jetzt erfolgreich eingeschlagene Weg sei "noch nicht zu Ende". Ziegner wolle auch in der neuen Saison "alles versuchen, wieder vorn mitzumischen. Wir sind nicht zusammengekommen, um im gesicherten Mittelfeld zu landen. Aber wir wissen noch nicht, wie sich die anderen Vereine aufstellen."
Neben Fast-Meister Carl Zeiss Jena dürften auch Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue und seine Ex-Vereine FSV Zwickau und Hallescher FC zu den Topfavoriten der Regionalliga Nordost zählen.
Vielleicht klappt es aber mit dem langersehnten Aufstieg, denn der Erstplatzierte geht in der kommenden Saison direkt in die 3. Liga hoch, muss nicht wieder in die Relegation.
"Sehr hohe Bewerberanzahl" für Trainerjob bei Lok Leipzig
Der gebürtige Thüringer habe sich laut Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth (39) aus einer "sehr hohen Bewerberanzahl" durchgesetzt. Unter anderem aufgrund seiner Vita, aber auch seiner sofortigen Verfügbarkeit.
Der FCL sei wegen der Erfolge, insbesondere in den zurückliegenden Jahren, interessant für gute und ambitionierte Trainer geworden, weiß Wachsmuth.
Die Mannschaft habe der Coach noch nicht kennenlernt - auch weil man möglichst wenige weitere Mitwisser des Engagements haben wollte.
Zuletzt war Torsten Ziegner Trainer des MSV Duisburg, wo nach 16 Monaten am 16. September 2023 Schluss war. 1003 lange Tage musste der MDR-Experte auf ein neues Engagement warten. Seitdem sei er seiner Frau das ein oder andere Mal "auf den Sack gegangen", lachte er.