Cevis erst Klinik, jetzt Matchwinner für Lok Leipzig - auch FCL-Ex Ogbidi trifft

Potsdam - Diese Geschichten, das hört man so oft, schreibt nur der Fußball. Samstagnachmittag gab es in Potsdam gleich zwei. Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat beim SV Babelsberg 2:1 (0:0) gewonnen. Die Torschützen waren ganz besondere.

Mehrere Hundert Lok-Fans begleiteten ihr Team bei frühlingshaftem Wetter nach Potsdam-Babelsberg.  © Matthias Koch

In der 74. Minute schlenzte Dorian Cevis zunächst butterweich in die lange Ecke zur Führung des Tabellenführers. Der kroatische Mittelfeldmann stand nach seinen Kreislaufproblemen gegen Hertha II (4:0) und einem kurzzeitigen Krankenhausaufenthalt wieder in der Anfangsformation.

Nur drei Minuten später traf auch eine spezielle Babelsberger Personalie: Theo Ogbidi, der im vergangenen Sommer von Lok nach Cottbus gewechselt war, dort aber nur zweimal gegen unterklassige Teams im Landespokal eingesetzt wurde und im Januar nach Babelsberg weitergezogen war.

Lukas Wilton hatte einen Schuss abgefälscht, Keeper Andreas Naumann konnte ihn deshalb nur abprallen lassen, Ogbidi staubte ab - 1:1 (77.).

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Kurz darauf schwächten sich die Filmstädter selbst: Christoph Dallmann schickte Paul Wegener wegen groben Foulspiels vorzeitig duschen (80.).

Die Überzahl nutzte der Meister noch, Torjäger Stefan Maderer vollendete aus acht Metern zum 2:1-Auswärtssieg (89.).

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Dorian Cevis (l.) kehrte eine Woche nach seinen Kreislaufproblemen wieder in Loks Startelf zurück, traf zum 1:0.  © Matthias Koch

SV Babelsberg und Lok Leipzig verpennen erste Halbzeit

Der Ex-Leipziger Theo Ogbidi (l.) erzielte nach halbjähriger Leidenszeit den zwischenzeitlichen Ausgleich.  © Matthias Koch

Ein fußballerischer Leckerbissen war die erste Hälfte vor 3888 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Straße mal so gar nicht. Lok, zwar individuell überlegen, sah sich einem kämpferischen Gastgeber gegenüber.

Und das, obwohl die Vorzeichen kaum hätten deutlicher ausfallen können: schwächstes Heim- gegen stärkstes Auswärtsteam, dritt schwächste Abwehr gegen beste Offensive, Vierzehnter gegen Erster.

Allerdings sah die Loksche in der Filmstadt nicht immer gut aus, verlor unter anderem in der Vorsaison 1:3. Samstagnachmittag hatte das Team von Trainer Jochen Seitz die Partie zwar im Griff, zu oft fehlte aber die passende Anspielstation im oder der entscheidende Pass ins letzte Drittel.

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Die Kabinenansprachen beider Coaches fruchten bei den Mannschaften ganz offensichtlich. Mit dem besseren Ende für Blau-Gelb.

Stefan Maderer (vorn) erzielte das Siegtor.  © Matthias Koch

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 26 55:20 61
2 Hallescher FC 26 47:23 53
3 FC Rot-Weiß Erfurt 26 50:33 50
4 FC Carl Zeiss Jena 24 44:24 48
5 FSV Zwickau 25 38:32 45
6 VSG Altglienicke 25 34:30 38
7 Chemnitzer FC 25 38:39 34
8 1. FC Magdeburg II 25 39:35 33
9 FSV 63 Luckenwalde 23 27:30 32
10 BFC Preussen 22 30:36 30
11 Hertha BSC II 25 38:48 30
12 ZFC Meuselwitz 25 34:40 29
13 BFC Dynamo 24 29:37 27
14 Greifswalder FC 25 26:35 26
15 SV Babelsberg 03 24 35:45 24
16 BSG Chemie Leipzig 24 23:38 18
17 FC Eilenburg 25 25:44 18
18 Hertha 03 Zehlendorf 21 17:40 10

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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