Dritter Aufstiegsversuch! Lok Leipzigs Scheitern war "schlimm, aber hat nur geholfen"

Leipzig - Belohnt sich Lok Leipzig nach der zweiten Meisterschaft in Folge endlich mit dem Aufstieg in die 3. Liga? Am Donnerstagabend (19 Uhr) findet das Hinspiel um den Sprung in die höhere Klasse gegen die Würzburger Kickers im Bruno-Plache-Stadion statt.

Die Bilder nach dem Scheitern gegen Havelse hängen noch im Hinterkopf. Trotzdem kann die Erfahrung aus den Spielen jetzt vielleicht helfen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Für die Sachsen ist es der dritte Versuch innerhalb von sechs Jahren, den so schwierigen Schritt nach oben zu schaffen. 2020 scheiterte Blau-Gelb an Verl. In der vergangenen Saison war gegen den TSV Havelse der Traum geplatzt. Nun soll es gegen den bayrischen Vertreter klappen.

Es entsteht der Eindruck, dass die Erfahrung, die der Klub in den vergangenen Aufstiegsspielen sammeln konnte, höher gewichtet ist, als der Ausgang.

"Ich glaube, das hat, auch wenn es schlimm war, nur geholfen. Es fühlt sich anders an als letztes Jahr, weil man das jetzt alles schon erlebt hat. Man weiß, um was es geht, worauf es ankommt. Ich bin irgendwie noch gar nicht angespannt, das war letztes Jahr noch anders", so Vizekapitän Farid Abderrahmane (30) einen Tag vor dem Hinspiel gegenüber TAG24.

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Djamal Ziane (34), der gegen Verl schon dabei war und das Aufstiegsdrama zweimal hinter sich hat, sieht es ähnlich: "Ich weiß nicht, ob es ein Vorteil ist. Ich glaube aber, dass es nicht schadet, dass man das schon einmal erlebt hat, weil man jetzt auch anders mit der Anspannung und Nervosität umgeht und das den Jungs nehmen kann, die noch nicht dabei waren."

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Würzburger Kickers werden eine harte Nuss für Lok Leipzig

Lok-Coach Jochen Seitz (49) möchte nach der zweiten Meisterschaft in Folge mit seiner Mannschaft nun auch in die 3. Liga aufsteigen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Gefühlt sind die Kickers aktuell aber etwas stärker einzuschätzen. Lok kämpft weiterhin mit Verletzungssorgen, wirkte zudem - bis auf die zweite Halbzeit gegen Magdeburg II - nicht mehr so souverän, wie es noch in der Hinrunde der Fall war.

Würzburg hingegen war in der Liga zuletzt nicht aufzuhalten, holte zudem am vergangenen Wochenende den Pokalsieg gegen den Drittligisten TSV 1860 München.

"Wir wollen die jetzt nicht auf ein Podest heben, das sind keine Champions-League-Spieler", versuchte Lok-Coach Jochen Seitz (49) die Lage auf der Pressekonferenz am Dienstag noch zu relativieren.

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Trotzdem wird das garantiert ein hartes Stück Arbeit für die Sachsen werden. Vielleicht wird es sogar schwerer, als es bei den beiden Aufstiegsmöglichkeiten zuvor war.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 34 65:30 72
2 FC Carl Zeiss Jena 34 65:35 72
3 FSV Zwickau 34 52:44 64
4 Hallescher FC 34 63:36 63
5 FC Rot-Weiß Erfurt 34 68:47 61
6 VSG Altglienicke 34 50:40 53
7 Chemnitzer FC 34 56:52 51
8 BFC Preussen 34 50:55 50
9 1. FC Magdeburg II 34 61:55 49
10 FSV 63 Luckenwalde 34 36:45 43
11 SV Babelsberg 03 34 67:65 41
12 BFC Dynamo 34 45:50 40
13 BSG Chemie Leipzig 34 43:49 40
14 Hertha BSC II 34 46:60 40
15 Greifswalder FC 34 40:45 38
16 ZFC Meuselwitz 34 44:61 33
17 FC Eilenburg 34 35:68 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 34 30:79 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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