Nach Kuller-Eigentor: Lok-Leipzig-Treffer aberkannt - und niemand weiß, warum!

Luckenwalde - Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat den 1:2-Patzer des ärgsten Verfolgers Carl Zeiss Jena beim FC Eilenburg genutzt und die Tabellenführung in der Regionalliga Nordost ausgebaut. Dafür sorgte ein 3:0 (2:0) vor etwas mehr als 1400 Zuschauern beim FSV Luckenwalde.

Viel passierte in der ersten halben Stunde nicht. Luckenwalde machte der Lokschen auf einem holprigen Platz das Leben durchaus schwer.  © Sportfoto Matthias Koch

Die entscheidenden Szenen gab es am Samstagnachmittag schon im ersten Durchgang: Nach viel Leerlauf starteten die Gäste nach einer halben Stunde einen Angriff durch die Mitte. Eine eher harmlose Weitergabe im Strafraum wurde von Andreas Pollasch so unglücklich abgefälscht, dass die Kugel links unten ins eigene Tor rollte.

Die komplett in weiß gekleideten Leipziger waren danach besser im Spiel und erzielten in der 36. Minute nach einer Ecke von links das vermeintliche 2:0 durch Stefan Maderer per Kopf. Doch Schiedsrichter Pascal Wien pfiff den Treffer zurück und zeigte auf Dorian Cevis, der zuvor gefoult haben soll. Davon war allerdings nichts zu sehen, auch die TV-Bilder gaben keinen Aufschluss. Eine Entscheidung, die keiner auf dem Feld verstand.

Das machte den angeblichen Übeltäter der Lokschen offenbar so sauer, dass er kurzerhand selbst das 2:0 machte. Vorausgegangen war ein Pass von Stefan Maderer. Cevis machte es dann stark, ließ ein paar Gegenspieler links liegen und zog aus 18 Metern ab. Der Ball landete links unten im Netz (40.).

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Der FSV Luckenwalde, der sein letztes Pflichtspiel im Dezember absolvierte, war nur zu Spielbeginn auf Augenhöhe. In der dritten Minute musste Andreas Naumann kurz einen schnellen Reflex auspacken, um einen Schuss zu parieren. Ansonsten hatte der Keeper weitestgehend frei.

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Lok Leipzigs Dorian Cevis (M.) soll den zweiten Treffer in der Entstehung verhindert haben. Kurz darauf machte er ihn eben selbst.  © Sportfoto Matthias Koch

Luckenwalde besser im Spiel - Lok bringt Führung über die Ziellinie

Auch im zweiten Durchgang war es eine umkämpfte Partie. So viel wie in Halbzeit eins passierte aber nicht.  © Sportfoto Matthias Koch

Die Gastgeber hatten sich trotz des Spielstands aber auch nach Wiederanpfiff definitiv noch nicht aufgegeben.

Luckenwalde suchte nun deutlich öfters den Weg nach vorn, kam aber gerade im letzten Drittel oft an die eigenen Grenzen.

Lok hingegen ließ die Leine etwas zu locker. Das gefiel Trainer Jochen Seitz wohl auch nicht, weshalb er Mitte der zweiten Hälfte gleich mehrmals durchtauschte.

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Trotzdem waren die Hausherren bis zum Schlusspfiff die Mannschaft, die eigentlich näher an einem Treffer dran war.

Den Schlusspunkt besorgte dann der Tabellenführer: Der eingewechselte Mingi Kang setzte sich stark auf rechts durch und schloss zielstrebig zum 3:0 ab (90.). Damit war das Spiel gelaufen.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 22 47:17 52
2 FC Carl Zeiss Jena 21 41:21 44
3 FC Rot-Weiß Erfurt 22 39:28 40
4 Hallescher FC 21 32:20 38
5 FSV Zwickau 21 32:26 36
6 VSG Altglienicke 20 32:22 35
7 Chemnitzer FC 22 36:30 34
8 BFC Preussen 18 26:23 29
9 1. FC Magdeburg II 21 35:32 26
10 FSV 63 Luckenwalde 19 23:28 26
11 Hertha BSC II 20 30:40 24
12 ZFC Meuselwitz 19 26:30 22
13 SV Babelsberg 03 20 29:38 20
14 Greifswalder FC 20 21:31 19
15 BFC Dynamo 19 21:33 17
16 FC Eilenburg 21 19:39 15
17 BSG Chemie Leipzig 19 17:29 13
18 Hertha 03 Zehlendorf 17 14:33 8

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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