Nächste Klatsche: Ausgerechnet zwei Ex-Leipziger knipsen Lok tiefer in die Krise!

Greifswald - Ausgerechnet ein ehemaliger Spieler von Lok Leipzig und ein Ex-Stürmer der BSG Chemie Leipzig haben die Sachsen am Sonntagnachmittag weiter in die Krise geknipst. Mike Eglseder gelang beim 4:0 des Greifswalder FC der zwischenzeitliche 1:0-Dosenöffner, Manassé Eshele machte die nächste Pleite von Blau-Gelb im zweiten Durchgang fest. Krise auf dem Platz, Krise in der Führungsetage: Für Lok wird es ein richtig schweres Jahr werden!

Ein Kopfball direkt ins Lok Leipziger Herz. Mike Eglseder traf nach 29 Minuten per Kopf gegen seinen Ex-Klub.
Ein Kopfball direkt ins Lok Leipziger Herz. Mike Eglseder traf nach 29 Minuten per Kopf gegen seinen Ex-Klub.  © Elke Bahrdt

Der Tabellenführer startete direkt mit leichter optischer Überlegenheit in die Partie, ohne sich dadurch aber wirklich Chancen zu erarbeiten.

Nach einer Viertelstunde kamen auch die Gäste besser in die Partie. Viel fand danach im Mittelfeld statt.

Fast schon mit Ansage musste deshalb das Tor aus einem Standard heraus fallen. Can Coskun brachte einen Freistoß in den Strafraum, wo der Ex-Leipziger Eglseder am höchsten stieg und per Kopf rechts das 1:0 für Greifswald machte (29.).

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Danach spielten die Hausherren wie ein Tabellenführer auftreten muss und schnürten die taumelnden Gäste immer weiter in der eigenen Hälfte ein.

Lok versuchte irgendwie mitzuspielen. Doch wie schon beim 0:2 in Atglienicke fehlten die Spritzigkeit und die richtige Idee in der Offensive. Die Brechstange funktionierte gegen die beste Abwehr der Regionalliga Nordost jedenfalls nicht.

Stattdessen schlug der Ligaprimus vor dem Halbzeitpfiff noch einmal zu. Nach einem Angriff über links brachte Coskun das Leder in die Box wo David Vogt nur noch einschieben musste (45.).

Greifswalder FC macht gegen Lok Leipzig den Deckel drauf

Der Greifswalder FC verteidigte konsequent gegen größtenteils ideenlose Sachsen. Nichts anderes war von der besten Abwehr der Liga zu erwarten.
Der Greifswalder FC verteidigte konsequent gegen größtenteils ideenlose Sachsen. Nichts anderes war von der besten Abwehr der Liga zu erwarten.  © Elke Bahrdt

Gleiches Spiel nach Wiederanpfiff. Blau-Gelb agierte jetzt offensiver, wodurch sich viele Räume für die Greifswalder auftaten. Doch trotz zahlreicher Möglichkeiten verpasste es der Gastgeber zunächst den Sack schon frühzeitig zuzumachen.

In Minute 60 zappelte das Netz aber dann doch. Und wieder war es ein Ex-Leipziger, dieses Mal von Stadtrivale Chemie Leipzig, Manassé Eshele der das Tor erzielte. Nach einer Flanke setzte sich der Angreifer gegen die Lok-Verteidiger durch und vollendete mit dem Kopf zum 3:0.

Spätestens danach war der Drops gelutscht. Greifswald spielte das ganz locker herunter und hatte Chancen am laufenden Band.

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Lok wirkte völlig überfordert, fing sich nach 78 Minuten auch noch das verdiente 0:4 durch Eshele ein, der im Sechzehner komplett allein gelassen wurde.

Am Ende stand ein erschreckender Auftritt der Sachsen, der die aktuelle Situation im Klub bestens beschreibt.

Die mitgereisten Leipziger Fans erlebten keinen schönen Nachmittag in Greifswald. Wie lang machen die Anhänger das noch mit?
Die mitgereisten Leipziger Fans erlebten keinen schönen Nachmittag in Greifswald. Wie lang machen die Anhänger das noch mit?  © Elke Bahrdt

Titelfoto: Elke Bahrdt

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