Relegations-Chaos bei Lok Leipzig wegen Conference-League?
Leipzig - Mit einem Sieg am Sonntag (14 Uhr) im Stadtderby gegen Chemie Leipzig würde Lok Leipzig der Meisterschaft und der damit verbundenen Relegation zur 3. Liga wieder einen Schritt näherkommen. Terminiert sind die Partien grundsätzlich schon, doch möglicherweise muss noch einmal alles über den Haufen geworfen werden.
Die Situation ist so: Sollte der Meister der Regionalliga Nordost und der Meister der Regionalliga Bayern nicht in einem Landespokal-Finale stehen, würden die Relegationsspiele am Donnerstag, den 21. Mai (Hinspiel), und am Montag, den 25. Mai (Rückspiel), stattfinden.
Die im DFB-Spielausschuss vorgenommene Auslosung hat ergeben, dass im Hinspiel der Vertreter der Regionalliga Nordost Heimrecht hat, das Rückspiel dann folglich in Bayern stattfinden würde.
Anders wäre die Lage, wenn ein Team im Pokalfinale stünde. Dann würde das Hinspiel am Mittwoch, den 27. Mai stattfinden, das Rückspiel am Sonntag, den 31. Mai.
Und jetzt wird es spannend: Die Würzburger Kickers würden aktuell als Tabellenzweiter in die Relegation dürfen, da Nürnberg II als Tabellenführer nicht aufsteigen möchte.
Würzburg hat es geschafft, ins Finale des bayerischen Toto-Pokals zu kommen, empfängt am 23. Mai den TSV 1860 München. Bleibt es tabellarisch so, würden die Relegationspartien also auf den 27. Mai und 31. Mai fallen. Sollte die Loksche allerdings Meister werden, würde das vermutlich nicht wie ursprünglich geplant klappen.
Conference-League-Finale könnte Termin-Chaos verursachen
Der Grund ist das Finale der Conference League in der Red Bull Arena, das ebenfalls am 27. Mai in Leipzig stattfindet. Stand jetzt sieht es so aus, als hätten besonders die Polizeikräfte etwas dagegen, dass beide Spiele an dem Tag in Leipzig stattfinden.
Mehrere Varianten sind nun im Spiel. Möglich, dass doch das Relegations-Hinspiel in Bayern stattfindet und das Rückspiel beim Regionalliga-Nordost-Vertreter. Oder aber, dass die geplanten Relegations-Termine doch noch um einen Tag verschoben werden.
"Ich glaube halt kaum, dass das Conference-League-Finale verschoben wird", sagte Lok Leipzigs Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth (39) lächelnd auf TAG24-Nachfrage.
"Das sind jetzt Sachen, die die Behörden erst einmal klären müssen. Wir für uns müssen schauen, dass wir für die Spiele infrage kommen. Aber ja, wir haben davon gehört, dass es so sein kann", so der 39-Jährige weiter.
Titelfoto: PICTURE POINT / Roger Petzsche/PICTURE POINT / Gabor Krieg

