Wieder Rückstand, wieder Führung - doch diesmal packt's Lok Leipzig nicht!

Leipzig - 13 Tore fielen zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem 1. FC Magdeburg II in der Vorsaison, am heutigen Sonntag kamen sechs dazu. Der Titelverteidiger der Regionalliga Nordost drehte zunächst wieder einen Rückstand in ein 3:1, ging beim 3:3 (2:1) aber diesmal nicht als Sieger vom Platz.

Rick Lemke (l.) köpfte das 1:0 für Magdeburg.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Zunächst hatten die mit drei Spielern aus dem Zweitliga-Kader gestarteten Gäste große Probleme, in die gegnerische Hälfte zu kommen. Lok-Trainer Torsten Ziegner strebte genau das bei seiner Heimpremiere an. Doch die Magdeburger nutzten dann aber einen kapitalen Fehler des Meisters.

Der 18-jährige Julian Lempe verlor in seinem ersten Profieinsatz den Ball im eigenen Strafraum, Rick Lemke köpfte die folgende Flanke rechts unten ein - 1:0 für die Jungs des ehemaligen Co-Trainers von RB Leipzigs U19-Team Ronny Thielemann (10.).

Wie schon beim 3:1 in Luckenwalde rannten die Blau-Gelben fortan einem Rückstand hinterher.

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Ayodele Adetula hätte im Gegenzug direkt wieder auf Unentschieden stellen können. Startelf-Debütant Ricky Bornschein legte quer auf den 28-Jährigen, dessen leicht angehobener Schuss nur an den Pfosten klatschte (11.). Sechs Minuten später ließ er gleich drei Gegenspieler sehenswert im Sechzehner stehen, belohnte sich aber nicht (17.).

Kevin Manthey, 1,92 Meter großer Neuzugang aus dem Bremer Nachwuchs, hätte auf 2:0 stellen können, scheiterte mit einem scharfen Schuss aber an Andreas Naumann, der nach seinem Handspiel außerhalb des Strafraums in Luckenwalde froh über die ausgebliebene Rotsperre sein durfte (33.).

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Offensiv auffällig, aber zunächst glücklos: Ayodele Adetula (l.), hier gegen 1:0-Torschütze Rick Lemke.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

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Die Magdeburger Zweitvertretung war mit drei Spielern aus dem Profikader bestückt - unter anderem Tony Reitz (2.v.r. bei der Grätsche), Bruder von RB-Neuzugang Rocco Reitz.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Viel Glück hatten die Leipziger in der 35. Minute. Bei einem Zweikampf hakte Chung-hyun Lee ein bisschen zu viel an Arne Rühlemann herum, der von Schiedsrichter Marco Wartmann einen Elfmeter bekam. Farid Abderrahmane traf mittig zum 1:1.

Noch vor der Halbzeit spielten die Gastgeber ihren Qualitätsvorsprung aus. Abderrahmane sah bei einem Gegenstoß den völlig blanken Simon Schierack, der Robert Kampa überlupfte und die 2:1-Halbzeitführung erzielte (45.+1).

Gegen weit aufgerückte Verteidiger vollendete der Meister einen weiteren Angriff kurz nach dem Seitenwechsel. Diesmal schickte Eren Öztürk Adetula auf die Reise, der bediente uneigennützig den in der Mitte besser postierten Bornschein, der das 3:1 markierte (52.).

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Gelaufen war das Match damit aber noch lang nicht. Leon Mergner passte punktgenau in den Sechzehner auf Manthey, der direkt abzog, Naumann dadurch auf dem falschen Fuß erwischte und den 2:3-Anschluss besorgte (70.).

Doch es kam noch heftiger - und das war fast ein Abbild des 2:3: Diesmal lieferte Stefan Korsch die Vorlage für Magnus Baars, der satt ins kurze obere Eck zum 3:3 traf (73.).

Simon Schierack lupfte herrlich zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung.  © PICTURE POINT / S. Sonntag
Magnus Baars (2.v.l.) bescherte Magdeburg mit dem 3:3 einen Punkt.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 Chemnitzer FC 2 7:0 6
2 1. FC Lokomotive Leipzig 2 5:2 6
3 Greifswalder FC 2 5:2 4
3 FC Rot-Weiß Erfurt 2 5:2 4
5 FC Erzgebirge Aue 2 5:3 4
6 RSV Eintracht 1949 2 3:1 4
7 1. FC Magdeburg II 2 6:3 3
8 SV Babelsberg 03 2 2:1 3
9 FC Carl Zeiss Jena 2 2:2 3
10 FSV Zwickau 2 2:4 3
11 Hallescher FC 2 3:3 2
12 VSG Altglienicke 1 3:3 1
13 BSG Chemie Leipzig 2 0:2 1
14 BFC Preussen 2 1:4 1
14 BFC Dynamo 2 1:4 1
16 FSV 63 Luckenwalde 2 1:5 0
17 Hertha BSC II 1 0:4 0
18 Tasmania Berlin 2 1:7 0

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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