Leipzig - Seit mehreren Jahren kämpft RB Leipzig gegen leere Plätze in der Red Bull Arena. Maßnahmen, die in der Vergangenheit getroffen wurden, fruchteten auch. Perfekt ist trotzdem noch nicht alles, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.
Denn die Sachsen entziehen laut Angaben vom Donnerstag 500 Fans die Dauerkarten, was insgesamt 700 Tickets betreffen würde. Grund dafür ist die Nichteinhaltung der Regel, die Karten in zehn von 17 Bundesliga-Heimspielen zu nutzen.
Die entsprechenden Ticketinhaber werden demnach benachrichtigt. Da aktuell rund 4000 potenzielle Zuschauer auf der Dauerkartenwarteliste stehen, werden die Plätze für die kommende Saison trotzdem wieder schnell vergeben sein.
Trotz der harten Maßnahme zeigen die aktuellen Zahlen, dass das Mindestnutzung-Konzept funktioniert.
Die sogenannte No-Show-Rate lag laut den Rasenballern in der vergangenen Spielzeit bei acht Prozent. Das ist der beste Wert seit dem Bundesligaaufstieg 2016. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren lag die Quote noch bei 12 Prozent.
In der kommenden Saison versprechen sich die Roten Bullen noch weniger leere Plätze.
Insgesamt nur acht Heimspiele von RB Leipzig ausverkauft
Dafür muss aber offensichtlich auch an anderer Stelle etwas passieren. Denn die Zahlen zeigen auch, dass in der abgelaufenen Spielzeit nur acht der 17 Heimspiele ausverkauft waren. Die Dauerkarten zählen ja trotzdem in die Bilanz, auch wenn die jeweiligen Zuschauer an den Tagen nicht im Stadion waren. Das sorgt dann nur für die unschönen TV-Bilder, auf denen teilweise extrem viele freie Plätze zu sehen sind, obwohl vermeintlich ausverkauft ist.
Um die 44.000 Zuschauer finden in der Regel den Weg in die Red Bull Arena. Das Fassungsvermögen in der Bundesliga beträgt 47.800. Durch die Teilnahme an der Champions League könnte das Interesse in der nächsten Saison aber grundlegend wieder steigen.