Stuttgart - Innerhalb von fünf Tagen könnte sich beim engen Kampf um die Champions-League-Plätze in der Bundesliga sehr viel für RB Leipzig verändern. Die Sachsen wollen mit zwei Siegen einen großen Schritt Richtung Saisonziel machen, angefangen mit einem Dreier am Sonntagabend beim VfB Stuttgart (19.30 Uhr/DAZN).
Mit einem Sieg würde man an den Schwaben vorbeiziehen und mit einer breiten Brust am Freitag das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim angehen.
Es ist jetzt Saisonendspurt - das sollten alle bei den Rasenballern verstanden haben.
"Es ist wichtig, dass wir uns in diesen Spielen komplett auf uns fokussieren. Wir haben eine Saisonphase vor uns, in der es um alles geht, das gilt für jeden Verein. Die Mannschaften, die bei sich bleiben und in dieser Phase Entwicklungsschritte gehen, werden am Ende da stehen, wo sie hinwollen. Das traue ich uns zu", so RB-Coach Ole Werner (37) auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.
Klar ist: eine Leistung wie gegen Augsburg oder auch den HSV, wo glückliche 2:1-Siege davongetragen wurden, wird wohl nicht reichen, um Gegner aus der oberen Tabellenhälfte zu schlagen.
Werner versucht zu motivieren: "Die Mannschaft hat bisher einen super Job gemacht. Es ist fünf Jahre her, dass Leipzig zu diesem Zeitpunkt diese Punktzahl in der Tabelle hatte. Das spricht dafür, dass die Jungs nach dem Umbruch im Sommer gut gearbeitet haben. Dass es trotzdem eng ist in der Tabelle, hängt damit zusammen, dass die anderen Mannschaften auch einen guten Job machen."
Xaver Schlager bei RB Leipzig wieder zurück
Seit vier Jahren gab es bei den Schwaben keinen Sieg mehr für die Roten Bullen. Zuletzt hagelte es drei schmerzhafte Pleiten, darunter das bittere 1:3 im DFB-Pokal letzte Saison. Schlechte Erinnerungen für die Rasenballer.
Ein Grund mehr für die Sachsen, es jetzt besser zu machen.
"Jetzt geht es in dieser Phase darum, sich durchzusetzen, innerhalb eines Spiels auf Rückschläge richtig zu reagieren und auch bei Widerständen bei sich zu bleiben. Das ist das Wichtigste in einem engen Rennen. Darauf konzentrieren wir uns", so Werner.
Setzen kann er dabei wohl wieder auf Xaver Schlager (28), der nach seinen Adduktorenproblemen wieder voll einsatzbereit ist.
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 26 | 93:25 | 67 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 26 | 55:26 | 58 | |
| 3 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 26 | 54:34 | 50 | |
| 4 |
|
VfB Stuttgart | 25 | 50:34 | 47 | |
| 5 |
|
RB Leipzig | 25 | 48:34 | 47 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 26 | 49:33 | 45 | |
| 7 |
|
Eintracht Frankfurt | 26 | 49:49 | 38 | |
| 8 |
|
SC Freiburg | 25 | 37:42 | 34 | |
| 9 |
|
FC Augsburg | 26 | 31:45 | 31 | |
| 10 |
|
Hamburger SV | 26 | 29:37 | 30 | |
| 11 |
|
1. FC Union Berlin | 25 | 30:42 | 28 | |
| 12 |
|
Borussia Mönchengladbach | 26 | 30:43 | 28 | |
| 13 |
|
1. FC Köln | 26 | 35:44 | 25 | |
| 14 |
|
SV Werder Bremen | 25 | 29:45 | 25 | |
| 15 |
|
1. FSV Mainz 05 | 25 | 29:41 | 24 | |
| 16 |
|
FC St. Pauli | 26 | 23:42 | 24 | |
| 17 |
|
VfL Wolfsburg | 26 | 35:56 | 21 | |
| 18 |
|
1. FC Heidenheim | 26 | 24:58 | 14 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.