Der Reitz-Wechsel zu RB Leipzig: Doofe Kabinensprüche und Fan-Unmut
Leipzig/Gladbach - Dass dieser Wechsel polarisieren würde, war abzusehen. Rocco Reitz (23) schließt sich im Sommer RB Leipzig an. Das Gladbacher Eigengewächs muss sich nun noch durch das nächste Vierteljahr schlagen.
Denn nicht nur der Abstiegskampf der Fohlen wird für den Mittelfeldmann in den kommenden Wochen herausfordernd.
Die Gladbacher Fans haben den anstehenden Wechsel erwartungsgemäß nicht so gut aufgenommen. In den sozialen Netzwerken wurde viel Unmut geäußert, obwohl Reitz versprach, dass er sich "in jedem verbleibenden Spiel mit allem, was ich habe, zerreißen werde".
Beim 3:3 gegen den 1. FC Köln am vergangenen Wochenende war seine Leistung aber eher überschaubar. Als Nächstes steht das wichtige Duell gegen den 1. FC Heidenheim auf dem Plan.
Innerhalb der Mannschaft wurde der Wechsel wohl aber fair aufgenommen. Mitspieler Philipp Sander (28) sagte bei "At Broski - Die Sport-Show": "Rocco musste sich den ein oder anderen doofen Spruch anhören. Am Ende des Tages freuen wir uns für Rocco, solange er alles für uns gibt. Und da hat keiner von uns Zweifel dran."
Dass sich Reitz für Leipzig entschieden habe, könne er verstehen. Sander: "Ich kann seine Ambitionen maximal nachvollziehen. In Leipzig hat er die Möglichkeit, international zu spielen. Dass der Transfer den Fans wahrscheinlich nicht extrem schmecken wird, ist auch irgendwo verständlich."
Winterwechsel zu RB Leipzig? Gladbach verzichtet auf größere Summe
Inklusive realistischer Bonuszahlungen erhält Gladbach wohl um die 21 Millionen Euro für Reitz im Sommer.
Wie Sportchef Rouven Schröder (50) im "Pfostenbruch"-Podcast aber sagte, hätte das noch deutlich mehr sein können, wenn die Fohlen bereit gewesen wären, den Mittelfeldakteur im Winter schon ziehen zu lassen.
Schröder: "Wir hatten bereits im Winter ein großes Angebot für Rocco auf dem Tisch, auch schriftlich. Das haben wir als Klub abgelehnt, weil wir Rocco in der Situation, in der wir waren, nicht im Winter abgeben wollten. Das wäre deutlich lukrativer gewesen."
Titelfoto: Fabian Strauch/dpa
