Gegner mogelt sich zu Elfer gegen RB Leipzig: "Habe gehofft, getroffen zu werden"

Leipzig - Es war DER Aufreger beim Sieg bei RB Leipzig: Mainz-Stürmer Philipp Tietz (28) geht im Zweikampf mit David Raum (27) zu Boden, kriegt Elfmeter. Er nennt es clever. Andere finden es unsportlich.

Philipp Tietz (28) stürzt schreiend zu Boden. Seine Aktion bezeichnet der Stürmer als "clever".
Philipp Tietz (28) stürzt schreiend zu Boden. Seine Aktion bezeichnet der Stürmer als "clever".  © IMAGO / Nordphoto

"Ich stelle mich ein Stück weit clever an, halte meinen Fuß da hin und hoffe natürlich, getroffen zu werden", gab der Angreifer am DAZN-Mikrofon offen und ehrlich zu. "Er trifft mich, aber da musst du schon bisschen ein cleverer Hund sein."

Tietz weiter: "Hätte er es nicht so entschieden, dürfte man sich auch nicht beschweren. Aber wir nehmen das natürlich dankend an." Auch Sportdirektor Niko Bungert (39) sah keinen 100-prozentigen Elfer: "Da haben wir Glück, den gibt man nicht in zehn von zehn Fällen."

Er und Raum waren beide im Strafraum in den Zweikampf gegangen. Die Fernsehbilder sorgen letztlich für keine glasklare Meinung.

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Den fälligen Elfmeter verwandelte Nadiem Amiri (28) ganz sicher, sorgte mit dem 1:1-Ausgleich so für den psychologischen Vorteil kurz vor der Halbzeit.

David Raum hat "keine Lust mehr, zu diskutieren"

David Raum (27, l.) verursachte auch gegen Mainz einen Elfmeter.
David Raum (27, l.) verursachte auch gegen Mainz einen Elfmeter.  © Picture Point / Roger Petzsche

David Raum, der ebenso unglücklich einen Strafstoß schon am Dienstag beim FC St. Pauli verursacht hatte, der zum späten 1:1-Endstand führte, zeigte sich angefressen.

"Ich habe keine Lust mehr, zu diskutieren. Er pfeift sofort, schaut es sich nicht mal an - muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, jetzt ist es eh zu spät", so der RB-Kapitän. "Wenn es im Mittelfeld passiert, kann es auch sein, dass ich einen Freistoß dafür kriege. Alles gut, ist egal. Schiedsrichter treffen Entscheidungen, ich hab keine Lust mehr, zu diskutieren."

Der Captain spricht aufgrund des insgesamt nur einen Pünktchens gegen Pauli und Mainz bei DAZN von "zwei Wacklern". Insbesondere gegen die Nullfünfer habe man keine klaren Torchancen gehabt, sei nicht diszipliniert genug in den Positionierungen gewesen

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Auf der anderen Seite ist es ein weiterer toller Schritt für Urs Fischer (59), der seit seinem Amtsantritt im Dezember nur eines von neun Spielen verlor und nun zwei Siege hintereinander feierte. Mainz gibt Relegationsplatz 16 vorerst an den HSV ab, der im Topspiel gegen den FC Bayern München aber wieder vorbeiziehen kann.

Titelfoto: IMAGO / Nordphoto

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