Mysteriöses Telefonat mit Bundestrainer: Dieser Nationalspieler hat die WM noch nicht abgehakt
Von Tom Bachmann
Leipzig - Der lange verletzte Benjamin Henrichs (29) hat eine Teilnahme an der Fußball-WM noch nicht abgehakt und schöpft offenbar Hoffnung aus einem geheimnisvollen Telefonat mit Bundestrainer Julian Nagelsmann (38).
"Ich traue mir aber zu, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Dafür gebe ich alles, Tag für Tag", sagte der Profi von RB Leipzig dem "Kicker".
Von Dezember 2024 bis Januar 2026 fiel Henrichs mit einem Achillessehnenriss aus. Seitdem kam er bei Leipzig zu zehn Einsätzen, stand aber nur zweimal in der Startelf.
"Meine Leistungen bei meinen Einwechslungen waren ordentlich, aber von der reinen Spielzeit her muss noch mehr kommen, damit ich wieder für die Nationalmannschaft infrage kommen kann", sagte Henrichs.
Hoffnung auf die WM gibt dem 29-Jährigen offenbar ein Telefonat mit Julian Nagelsmann.
Schweigen über das Telefonat
Der Bundestrainer hatte vor der jüngsten Nominierung zu den Länderspielen in der Schweiz (4:3) und gegen Ghana Kontakt zu Henrichs. "Wir haben ein bisschen gesprochen", sagte der Defensivspieler. Mehr wollte er nicht preisgeben.
Offenbar führte das Telefonat aber dazu, dass die WM-Teilnahme bei Henrichs trotz Konkurrenten wie Kapitän Joshua Kimmich, dem Stuttgarter Josha Vagnoman und seinem Teamkollegen Ridle Baku ein Thema bleibt.
"Es wäre schon eine Enttäuschung für mich, wenn ich nicht dabei wäre", sagte der RB-Profi. "Ich habe während der Verletzungspause oft daran gedacht, wie es wäre, bei der WM dabei zu sein."
Als Trumpf sieht er dabei seine Flexibilität. Henrichs kann nicht nur hinten rechts verteidigen, sondern auch auf der anderen Seite und zudem im defensiven Mittelfeld helfen. "Ich bin bereit für den Konkurrenzkampf. Die WM ist mein großer Traum", sagte Henrichs.
Auf seinem Hausaufgabenzettel steht Arbeit an der durch die lange Verletzung etwas verloren gegangenen Schnelligkeit und Spritzigkeit.
Titelfoto: Marton Monus/dpa

