RB Leipzig beschwert sich nur über eine Sache bei der verdienten Bayer-Pleite

Leverkusen - RB Leipzig wollte mit einem Sieg bei Bayer Leverkusen am Samstagabend vorzeitig die Champions League für die kommende Saison klarmachen. Dafür lieferten die Sachsen beim 1:4 aber eine viel zu schlechte Leistung ab. Dass es eine verdiente Pleite war, sah man bei den Rasenballern auch schnell ein. Nur über eine Sache beschwerte sich der Bundesligist trotzdem.

RB Leipzigs Abwehrmann Willi Orban (33) und seine Teamkollegen brachten am Samstag ihre Souveränität der letzten Spiele nicht aufs Feld.  © Fabian Strauch/dpa

Vor dem 1:0 durch Patrik Schick (30) in der 25. Minute warf ein Balljunge Keeper Mark Flekken (32) die Kugel zu, sodass der Schlussmann das Spiel schnell machen konnte und durch den Konter letztendlich der Treffer fiel.

Problem: Seit dem 25. Spieltag soll das so eigentlich nicht mehr funktionieren. Torhüter und Feldspieler sollen sich das Rund eigentlich von sogenannten Ballstationen holen, dürfen sich das Spielgerät eben nicht mehr von Balljungen geben lassen.

"Es gibt eine einheitliche Regel, man sollte sie dann auch einheitlich umsetzen. Im Normalfall muss das geahndet werden, wenn die Regel nicht eingehalten wird, sonst macht das wenig Sinn", beschwerte sich RB-Coach Ole Werner (37) entsprechend nach dem Spiel.

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Auch Sportchef Marcel Schäfer (41) monierte die Szene. Sah sogar einen Nachteil seinen Spielern gegenüber: "Bei uns stand seltsamerweise nie jemand und hat den Ball eingeworfen, das war bisschen schade."

Wirklich ankreiden kann man der Werkself allerdings nichts. Das "Multiball-Konzept" ist bislang lediglich eine getroffene Absprache aller Bundesliga-Klubs und der DFL. Im Regelwerk steht die Absprache noch nicht. Ob das zukünftig so werden wird, ist auch noch offen.

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Hinter dem Tor von RB-Keeper Maarten Vandevoordt (24) stand kein Balljunge bereit, um die Kugel schnell zuzuwerfen  © PICTURE POINT / Jürgen Fromme

RB Leipzigs verdiente Pleite gegen Bayer Leverkusen

Das zwischenzeitliche 1:0 hat die Partie natürlich in eine Richtung gelenkt. Dennoch musste man bei den Sachsen zugeben, dass die Werkself am Samstag auch so in allen Belangen besser war und den Sieg verdient eingefahren hat.

Werner klar: "Heute haben wir ein schwaches Spiel gemacht. Darüber müssen wir sprechen. Bis auf die gute Phase zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir es nie geschafft, hier richtig im Spiel anzukommen." Gegen St. Pauli am kommenden Samstag möchte man es nun besser machen und die Königsklasse eintüten.

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 32 116:35 83
2 Borussia Dortmund 31 65:31 67
3 RB Leipzig 32 63:42 62
4 Bayer 04 Leverkusen 32 66:43 58
5 VfB Stuttgart 32 66:46 58
6 TSG 1899 Hoffenheim 32 64:48 58
7 Eintracht Frankfurt 32 57:60 43
8 SC Freiburg 31 44:52 43
9 FC Augsburg 32 42:56 40
10 1. FSV Mainz 05 31 39:49 34
11 Hamburger SV 32 36:51 34
12 1. FC Union Berlin 32 37:57 33
13 1. FC Köln 32 47:55 32
14 Borussia Mönchengladbach 31 36:50 32
15 SV Werder Bremen 32 37:57 32
16 FC St. Pauli 31 26:53 26
17 VfL Wolfsburg 31 41:66 25
18 1. FC Heidenheim 32 38:69 23

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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