Leverkusen - RB Leipzig wollte mit einem Sieg bei Bayer Leverkusen am Samstagabend vorzeitig die Champions League für die kommende Saison klarmachen. Dafür lieferten die Sachsen beim 1:4 aber eine viel zu schlechte Leistung ab. Dass es eine verdiente Pleite war, sah man bei den Rasenballern auch schnell ein. Nur über eine Sache beschwerte sich der Bundesligist trotzdem.
Vor dem 1:0 durch Patrik Schick (30) in der 25. Minute warf ein Balljunge Keeper Mark Flekken (32) die Kugel zu, sodass der Schlussmann das Spiel schnell machen konnte und durch den Konter letztendlich der Treffer fiel.
Problem: Seit dem 25. Spieltag soll das so eigentlich nicht mehr funktionieren. Torhüter und Feldspieler sollen sich das Rund eigentlich von sogenannten Ballstationen holen, dürfen sich das Spielgerät eben nicht mehr von Balljungen geben lassen.
"Es gibt eine einheitliche Regel, man sollte sie dann auch einheitlich umsetzen. Im Normalfall muss das geahndet werden, wenn die Regel nicht eingehalten wird, sonst macht das wenig Sinn", beschwerte sich RB-Coach Ole Werner (37) entsprechend nach dem Spiel.
Auch Sportchef Marcel Schäfer (41) monierte die Szene. Sah sogar einen Nachteil seinen Spielern gegenüber: "Bei uns stand seltsamerweise nie jemand und hat den Ball eingeworfen, das war bisschen schade."
Wirklich ankreiden kann man der Werkself allerdings nichts. Das "Multiball-Konzept" ist bislang lediglich eine getroffene Absprache aller Bundesliga-Klubs und der DFL. Im Regelwerk steht die Absprache noch nicht. Ob das zukünftig so werden wird, ist auch noch offen.
RB Leipzigs verdiente Pleite gegen Bayer Leverkusen
Das zwischenzeitliche 1:0 hat die Partie natürlich in eine Richtung gelenkt. Dennoch musste man bei den Sachsen zugeben, dass die Werkself am Samstag auch so in allen Belangen besser war und den Sieg verdient eingefahren hat.
Werner klar: "Heute haben wir ein schwaches Spiel gemacht. Darüber müssen wir sprechen. Bis auf die gute Phase zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir es nie geschafft, hier richtig im Spiel anzukommen." Gegen St. Pauli am kommenden Samstag möchte man es nun besser machen und die Königsklasse eintüten.
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 32 | 116:35 | 83 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 31 | 65:31 | 67 | |
| 3 |
|
RB Leipzig | 32 | 63:42 | 62 | |
| 4 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 32 | 66:43 | 58 | |
| 5 |
|
VfB Stuttgart | 32 | 66:46 | 58 | |
| 6 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 32 | 64:48 | 58 | |
| 7 |
|
Eintracht Frankfurt | 32 | 57:60 | 43 | |
| 8 |
|
SC Freiburg | 31 | 44:52 | 43 | |
| 9 |
|
FC Augsburg | 32 | 42:56 | 40 | |
| 10 |
|
1. FSV Mainz 05 | 31 | 39:49 | 34 | |
| 11 |
|
Hamburger SV | 32 | 36:51 | 34 | |
| 12 |
|
1. FC Union Berlin | 32 | 37:57 | 33 | |
| 13 |
|
1. FC Köln | 32 | 47:55 | 32 | |
| 14 |
|
Borussia Mönchengladbach | 31 | 36:50 | 32 | |
| 15 |
|
SV Werder Bremen | 32 | 37:57 | 32 | |
| 16 |
|
FC St. Pauli | 31 | 26:53 | 26 | |
| 17 |
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VfL Wolfsburg | 31 | 41:66 | 25 | |
| 18 |
|
1. FC Heidenheim | 32 | 38:69 | 23 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.