RB Leipzig hat den HSV zu spät "getötet"
Hamburg - Dieser Sieg hat RB Leipzig richtig gutgetan! Die Sachsen setzten sich am Sonntagabend verdient mit 2:1 beim Hamburger SV durch und haben die Champions-League-Plätze wieder im Blick. Ohne zu zittern, ging es aber auch wieder nicht.
Trotz bester Chancen, die Führung weiter auszubauen, ließen die Rasenballer einmal mehr ganz dicke Dinger liegen und hielten die Partie damit unfreiwillig spannend.
Romulo (23) vergab einen Elfmeter, der eingewechselte Ezechiel Banzuzi (21) scheiterte gleich mehrmals aus aussichtsreicher Position.
So hätte jederzeit wieder einer für den HSV durchrutschen können und in Leipzig hätte man sich einmal mehr gefragt, warum es wieder nicht drei Punkte geworden sind.
"Unterm Strich hatten wir sie sehr gut im Griff. Aber wenn du Gegner töten kannst, musst du es früher machen", so Willi Orban (33) deutlich nach Abpfiff. "Du musst das Spiel viel früher zumachen, normal müssen wir 3:1, 4:1 führen. Wir müssen heute drei, vier Tore machen."
Kapitän David Raum (27) sah das auch so, fügte hinzu: "Wir hätten früher den Sack zumachen können, am Ende müssen wir hintenraus kämpfen. Aber sowas kann auch was auslösen, wir sind zufrieden, dass wir endlich mal ein Spiel drehen konnten."
Bei RB Leipzig stimmte die Moral
Trotzdem stimmte die Moral bei den Roten Bullen. Nach Rückstand kam die Mannschaft stark zurück und wirkte zum Ende hin – trotz der verpassten Chancen – insgesamt reifer als zuletzt. Offenbar lernt das Team von Ole Werner (37) aus Fehlern, wie sie zum Beispiel beim 2:2 gegen Borussia Dortmund gemacht wurden.
Der Coach: "Das ist unser erster Sieg nach einem Rückstand. Das spricht für die Moral und die Ruhe, die die Mannschaft ausstrahlt. Wir sind bei unserem Plan geblieben, hätten aber sicher das Spiel früher entscheiden müssen." Am kommenden Samstag daheim gegen den FC Augsburg sollen nun die nächsten drei Punkte her.
Titelfoto: Gregor Fischer/dpa
