RB Leipzig hat "gepennt": Definitiv anders gedacht - aber trotzdem egal?

Leipzig/Freiburg - Es war ja doch irgendwie klar, dass RB Leipzig das letzte Spiel der Saison gegen den SC Freiburg vielleicht nicht mehr ganz so ernst nehmen würde, nachdem das große Saisonziel "Champions League" bereits eine Woche vorher eingetütet wurde. Trotzdem wollte man sicherlich nicht mit 1:4 untergehen.

Bei seinem vielleicht letzten Spiel als Nummer 1 musste RB Leipzigs Tormann Peter Gulacsi (36) gleich vier Mal hinter sich greifen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Doch genau das ist passiert, weil die Sachsen gerade bei den Standardsituationen nicht besonders gut aussahen. Ein Faktor, den Trainer Ole Werner (38) definitiv monierte.

"Wir hätten das Spiel insgesamt nicht verlieren müssen, schon gar nicht so deutlich. Wir pennen bei drei Standardsituationen, hatten nicht die Konsequenz gezeigt, die uns die Saison über ausgezeichnet hat", so der Coach, der es durch die Pleite mit seiner Mannschaft verpasste, den Punkterekord (67) aus der Aufstiegssaison 2016/17 einzuholen.

Die Rasenballer bleiben somit bei 65 Zählern.

RB Leipzig RB-Leipzig-Blog: Chance auf ein schnelles Rose-Wiedersehen

Auch wenn Sportboss Marcel Schäfer (41) sagte, dass er "ganz scharf" darauf gewesen wäre, so richtig schlimm ist es wohl nicht, dass es nicht geklappt hat.

Das Erreichen der Königsklasse war beim Umbruch im vergangenen Jahr die große Aufgabe, die das teils neu zusammengewürfelte Team bewältigen musste.

Mit einem starken dritten Platz in der Liga wurde das geschafft, die Roten Bullen spielen wieder international.

Anzeige

So sehen die nächsten Wochen bei RB Leipzig aus

Castello Lukeba (23) wird RB Leipzig vermutlich im Sommer verlassen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die Prioritäten in den nächsten Wochen in Leipzig sind nun ganz unterschiedlich. Die Spieler, die bei der Weltmeisterschaft dabei sind, haben Urlaub und bereiten sich dann intensiv auf das Turnier vor.

Alle anderen reisen mit zur Werbetour nach Südafrika, wo RB am 29. Mai auf den Meister der Premier Soccer League, die Mamelodi Sundowns, trifft.

Unterdessen ist Schäfer bereits dabei, den Kader für die kommende Spielzeit zusammenzustellen. Zuletzt wurde er dafür schon in Spanien gesichtet, um Gespräche zu führen.

RB Leipzig RB Leipzig hat nichts "herzuschenken", aber: Wie ernst wird dieses Spiel wirklich noch?

Im Fokus stehen zudem ein Verbleib von Brajan Gruda (21) und einen passenden Abnehmer für Castello Lukeba (23) zu finden.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 34 122:36 89
2 Borussia Dortmund 34 70:34 73
3 RB Leipzig 34 66:47 65
4 VfB Stuttgart 34 71:49 62
5 TSG 1899 Hoffenheim 34 65:52 61
6 Bayer 04 Leverkusen 34 68:47 59
7 SC Freiburg 34 51:57 47
8 Eintracht Frankfurt 34 61:65 44
9 FC Augsburg 34 45:61 43
10 1. FSV Mainz 05 34 44:53 40
11 1. FC Union Berlin 34 44:58 39
12 Borussia Mönchengladbach 34 42:53 38
13 Hamburger SV 34 40:54 38
14 1. FC Köln 34 49:63 32
15 SV Werder Bremen 34 37:60 32
16 VfL Wolfsburg 34 45:69 29
17 1. FC Heidenheim 34 41:72 26
18 FC St. Pauli 34 29:60 26

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

Mehr zum Thema RB Leipzig: