RB Leipzig mit Frust-Spieltag: "Unterscheidet uns gerade von anderen Mannschaften"

Leipzig - Ein 2:2 gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg ist sicherlich nicht das, was Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (50) mit seiner Champions-League-Ansage gefordert hatte. Dabei kann sich RB Leipzig nach dem Spiel am Sonntagabend gar nicht so viel vorwerfen lassen, außer eben, dass eine Spitzenmannschaft nun einmal auch ein paar dicke Chancen mehr im Kasten unterbringen muss, um zu gewinnen.

Ridle Baku (27) hatte im zweiten Durchgang ebenfalls eine dicke Chance. Doch auch er ließ sie sträflich liegen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Doch genau darin lag gerade im ersten Durchgang gegen die Wölfe das Problem. Harder, Gruda, Diomande: Sie alle verpassten reihenweise die Möglichkeit, die Partie auf die Seite der Sachsen zu kippen.

Wie so oft im Fußball ging dann sogar der bis dahin völlig blanke Außenseiter in Front. Für die Hausherren reichte es immerhin noch für einen Punktgewinn.

"Gute Leistung und ein nicht passendes Ergebnis dazu. In der ersten Halbzeit müssen zwei, drei Chancen einfach drin sein, dann kommt es im zweiten Durchgang gar nicht zu der Situation. Mit der Einstellung und mit der Leistung bin ich aber zufrieden. Dass wir die Chancen nicht nutzen, unterscheidet uns eben gerade von anderen Mannschaften", so RB-Coach Ole Werner (37) auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

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Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie sehr die gefühlte Niederlage der Rasenballer wirklich weh tut. Alle Konkurrenten beim Kampf um die Königsklasse konnten ausnahmslos am Wochenende siegen.

Durch das Wolfsburg-Remis rutschen die Roten Bullen nicht nur auf Europa-League-Platz Fünf ab. Bayer Leverkusen ist inzwischen auch auf einen Zähler herangerutscht und hofft am nächsten Spieltag dann auch noch vorbeizuziehen zu können.

Werner: "Wir stehen da, wo wir nach 22 Spieltagen jetzt hingehören. Insgesamt sind wir in einem umkämpften Wettbewerb. Wir haben in den letzten Wochen zu wenig Punkte geholt. Es ist keine einfache Phase für uns."

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Absolut sträflich, was RB Leipzig einmal mehr vor dem Kasten liegen ließ.  © Picture Point / Roger Petzsche

RB Leipzigs Spiele gegen direkte Konkurrenten

Fakt ist: Die Rasenballer müssen jetzt liefern, wenn es mit dem erklärten Ziel noch etwas werden soll. Zwei der nächsten vier Partien gehen gegen direkte Mitkonkurrenten um die Champions League. Am kommenden Samstagabend ist Borussia Dortmund in der Red Bull Arena zu Gast.

Im März geht es für die Roten Bullen dann zum schweren Auswärtsspiel nach Stuttgart.

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 22 82:19 57
2 Borussia Dortmund 22 47:20 51
3 TSG 1899 Hoffenheim 22 47:28 45
4 VfB Stuttgart 22 41:29 42
5 RB Leipzig 22 42:30 40
6 Bayer 04 Leverkusen 21 43:27 39
7 Eintracht Frankfurt 22 44:46 31
8 SC Freiburg 22 32:36 30
9 Hamburger SV 21 24:31 25
10 1. FC Union Berlin 22 28:37 25
11 FC Augsburg 22 25:39 25
12 1. FC Köln 22 31:37 23
13 Borussia Mönchengladbach 22 25:37 22
14 1. FSV Mainz 05 22 25:37 21
15 VfL Wolfsburg 22 31:46 20
16 SV Werder Bremen 22 22:42 19
17 FC St. Pauli 22 20:39 17
18 1. FC Heidenheim 22 19:48 13

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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