Leipzig - "Unsere klare Intention ist: Yan Diomande spielt nächstes Jahr für RB Leipzig. Und davon rücken wir auch nicht ab!" Wie viel Wert hat diese Aussage, getätigt Ende Juni von Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer (41) einen Monat später noch? Offenbar nicht viel, was inzwischen zu einem wahren Kleinkrieg der Transfer-Experten geführt hat.
Der Ivorer soll inzwischen das ganz klare Ziel Real Madrid haben, was ein Post auf "X" inzwischen unterstreicht.
Transferexperte Fabrizio Romano (33) postete am Sonntag, dass ein Wechsel des Nationalspielers der Elfenbeinküste zu den Königlichen kurz bevor stehe.
In der Nacht zum Montag antwortete der 19-Jährige mit den Worten "Hala Madrid" selbst darauf, was wohl als klares Zeichen gedeutet werden kann. Der Post wurde mittlerweile aber wieder gelöscht.
Spannend wird jetzt sein, was die Roten Bullen machen. Trainer Martin Demichelis (45) rechnet eigentlich fest mit Diomande, der am Montag wie einige andere WM-Rückkehrer auch die obligatorischen Leistungstests absolvieren soll.
Klar scheint: 100 Millionen Euro, die Real aktuell laut Romano wohl bietet, werden RB nicht reichen. 120 Millionen Euro sollen dem Vernehmen nach wohl die unausgesprochene Schmerzgrenze sein. Am Montag soll es wohl Verhandlungen zwischen den Klubs geben. Das Ziel: eine schnelle Einigung.
Solange diese nicht erzielt ist, wird es wohl auch in der Gerüchteküche weiter zur Sache gehen. In den letzten Stunden ist zwischen Romano und dem wohl bekanntesten deutschen Transferexperten, Florian Plettenberg, ein Kleinkrieg ausgebrochen.
Kleinkrieg zwischen Transfer-Experten eskaliert
Der "Sky"-Experte bezeichnete Romanos Meldung als "Pseudo Einigung", über die man nicht berichten werde.
Der Italiener reagierte beleidigt, schrieb: "Vielleicht sollte ich mal Nachrichten von vor ein paar Jahren teilen, in denen du mich gefragt hast: 'Wie kann ich meine Followerzahl steigern?' oder 'Deine Arbeit ist meine Motivation.'"
Darauf wiederum reagierte Plettenberg empört: "Eine traurige Entwicklung. Im Gegensatz zu dir werde ich unsere Gespräche vertraulich behandeln", schrieb er. Und fügte an: "Früher warst du für viele ein Vorbild. Auch für mich. Für mich bist du das leider nicht mehr. Ich bin einfach dankbar dafür, dass ich selbst ein Vorbild für andere sein kann." Romano hielt fest, dass Plettenberg mit dem "Zirkus" angefangen habe.
Vom Streit der Experten mal abgesehen: Die Roten Bullen verlieren mit großer Wahrscheinlichkeit wohl ihren wertvollsten Spieler! Schon vor Wochen befeuerte der Flügelflitzer die Wechselgerüchte selbst, als er während der Weltmeisterschaft sagte, dass er davon ausgehe, die Sachsen zu verlassen.
Dank Vertrag bis 2030 ohne Ausstiegsklausel haben die Rasenballer aber eigentlich alle Zügel selbst in der Hand. Jetzt wirkt es so, als wolle sich Diomande ganz klar wegstreiken. Mündliche Einigungen soll der Ivorer bereits mit Paris Saint-Germain und eben mit Real getroffen haben.
Die Franzosen sind inzwischen laut "Sky" aus dem Rennen. Wohl gerade deshalb, weil die Spanier ganz klar die Nase vorn haben und der Spieler sich selbst augenscheinlich in Madrid sieht.
Original-Meldung vom 27. Juli, 9.26 Uhr. Aktualisiert um 11.34 Uhr