"Ist mir auch neu": Freiburg-Keeper mitten im Europa-Frust von eigenem Nachfolger überrascht
Istanbul (Türkei) - Der große Traum vom Europapokal-Titel ist für den SC Freiburg am Mittwochabend in Istanbul leider geplatzt, doch während der 0:3-Pleite gegen Aston Villa sickerte bereits eine Neuigkeit zur Zukunft der Breisgauer durch. Mitten im Frust des verlorenen Finals erwischte die Nachricht einen betroffenen Kicker dann gleich ziemlich kalt.
Wie "Deichstube" und "Bild" übereinstimmend berichten, wechselt Mio Backhaus (22) zur neuen Saison vom SV Werder Bremen nach Südbaden. Der SCF macht den jungen Torwart demnach mit einer Ablöse von 15 Millionen Euro plus etwaige Bonuszahlungen zudem zum klubinternen Rekord-Transfer, der Deal sei praktisch in trockenen Tüchern.
Im Umkehrschluss bedeutet das auch einen Abgang der jetzigen Freiburger Nummer eins Noah Atubolu (23), denn weder dürften die Breisgauer ihre Schatulle für einen Ersatzmann so weit öffnen noch möchte sich Backhaus nach seiner Durchbruch-Saison gleich wieder auf die Bank setzen.
Auf die Frage, ob das EL-Finale gerade im Hinblick auf die neuesten Transfer-News sein letztes Spiel für den Sport-Club gewesen sei, erklärte der 23-Jährige nach Abpfiff am RTL-Mikrofon jedoch überrascht: "Das kann ich so nicht sagen. Die Meldung ist mir auch neu, was ich gerade von Ihnen bekommen habe."
"Ich weiß es nicht, wir haben gerade das Spiel verloren, deswegen kann ich dazu gar nicht viel sagen", fügte Atubolu an.
Noah Atubolu ist seit Kindheitstagen großer Premier-League-Fan
Der gebürtige Freiburger wird bereits seit Monaten mit einem Abschied aus seiner Heimatstadt in Verbindung gebracht, sein Wunschziel England ist längst kein Geheimnis mehr.
Er sei wie sein Vater "von klein auf" ein "großer Fan" des englischen Oberhauses, wie er schon vergangenes Jahr in einem Interview mit "Sport Bild" verriet. Unter anderem sollen Brighton & Hove Albion und Tottenham interessiert sein.
Atubolus Vertrag im Breisgau läuft noch bis 2027, eine Verlängerung zeichnete sich jüngst nicht mehr ab.
Daher haben die Freiburger im kommenden Sommer wohl ohnehin die letzte Möglichkeit, eine adäquate Ablöse für ihr Eigengewächs zu erzielen, dessen Marktwert vom Branchenportal transfermarkt.de derzeit auf 20 Millionen Euro taxiert wird.
Titelfoto: Mustafa Alkac/dpa

