Der Schönheitsfleck in Dynamos Rückrunde: Wenn nur die zweite Halbzeit nicht wäre!

Dresden - Zehn Spieltage sind in der Rückrunde absolviert. Mit 16 Punkten - vier Siege, vier Unentschieden und zwei Niederlagen - hat sich Dynamo Dresden von dem letzten auf den zwölften Platz katapultiert. Das ist stark, aber es wäre noch deutlich mehr drin gewesen, wären die verflixten zweiten Halbzeiten nicht. Siehe das 1:2 in Paderborn.

Gerade in der zweiten Halbzeit war Thomas Stamm (43) immer wieder in Rage zu erleben. Die Leistung schmeckte ihm nicht.
Gerade in der zweiten Halbzeit war Thomas Stamm (43) immer wieder in Rage zu erleben. Die Leistung schmeckte ihm nicht.  © imago/Ulrich Hufnagel

In nur zwei dieser zehn Partien lag Dynamo mit 0:1 in Rückstand, verlor aber beide nicht, gewann in Magdeburg 2:1 und spielte auf Schalke 2:2. In Hannover fielen keine Tore.

Stolze siebenmal ging Dynamo selbst mit 1:0 in Führung (Ligabestwert in der Rückrunde), aber jetzt kommt die Achillesferse: vier Partien wurden nicht gewonnen.

Elversberg und jetzt Paderborn machten aus einem 0:1 zur Pause noch einen 2:1-Sieg, Bielefeld (1:1) und Karlsruhe (3:3) glichen in der zweiten Hälfte aus. Zehn Punkte ließ Dynamo dadurch liegen. Von zwölf Gegentoren fielen zehn nach der Pause. Woran liegt das?

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"Was die zweiten Halbzeiten angeht, habe ich gerade die wichtigen Punkte in der Kabine angesprochen", war Trainer Thomas Stamm (43) nach der Paderborn-Partie bedient. Er wollte nicht weiter auf die Probleme der zweiten 45 Minuten eingehen, zeigte sich aufgrund der Nachfrage richtig angefasst. Das Thema beschäftigt ihn extrem.

Eben, weil es trotz der bis hierher starken Rückrunde viel kaputtmacht. Julian Pauli (20) war da schon gesprächiger. "Die zweiten Halbzeiten kicken uns immer wieder. Das müssen wir wegkriegen", schüttelte er entnervt den Kopf.

Julian Pauli bemängelt Konzentration nach der 60. Minute

Julian Pauli (20, r.) weiß, dass Dynamo künftig bis zum Abpfiff durchziehen muss, wenn man in der Liga bleiben will.
Julian Pauli (20, r.) weiß, dass Dynamo künftig bis zum Abpfiff durchziehen muss, wenn man in der Liga bleiben will.  © Swen Pförtner/dpa

"Das ist natürlich ärgerlich. Wenn man in Führung geht und dann aus der Halbzeit kommt, ist klar, dass der Gegner – vor allem im eigenen Stadion – mehr Druck macht. Trotzdem müssen wir bei unserem Spiel bleiben, sauber von hinten herausspielen und insgesamt mehr Breite und Tiefe reinbringen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit nicht gut genug gemacht", analysierte der 20-Jährige.

"Ich glaube, dass wir nach etwa 60 Minuten manchmal ein bisschen die Konzentration verlieren. Das darf uns nicht passieren, da müssen wir stabiler werden."

Jetzt heißt es, in der Länderspielpause weiter hart zu arbeiten und dann im nächsten Spiel – gegen Hertha zu Hause – wieder drei Punkte zu holen.

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"Wichtig ist, dass wir als Team zusammenbleiben. Jeder macht mal Fehler, da gibt es keine Schuldzuweisungen. Wir müssen das gemeinsam aufarbeiten", so Pauli.

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Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Ulrich Hufnagel, Swen Pförtner/dpa

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