Dynamo-Coach Stamm bleibt optimistisch: "Überzeugt, dass wir unsere Punkte holen"

Dresden - Der Trend zeigt wieder nach unten. Zwei Spiele, zwei Niederlagen heißt Dynamos Bilanz gegen – zugegeben – ambitionierte Gegner. Nach dem 0:1 gegen die Hertha war da aber viel Niedergeschlagenheit. Die Krawalle hatten daran einen großen Anteil, aber auch die Art und Weise, wie drei Punkte hergeschenkt wurden.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) lässt sich und seine Mannschaft von der Niederlage gegen Hertha nicht runterziehen.  © Lutz Hentschel

Gute Gelegenheiten waren nämlich nicht erst in Überzahl da, auch nicht nur durch den Elfmeter von Vincent Vermeij (31).

"Wir haben eine mehr als vernünftige Offensive im Liga-Vergleich. Also auch, wenn es heute mal so war, dass wir nicht so effizient waren, bin ich überzeugt, dass wir es die nächsten Wochen auch wieder hinbekommen", erklärt Thomas Stamm (43).

Dynamos Coach will keine Trübsal aufkommen lassen, verbreitete nach der 13. Saisonniederlage Optimismus.

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"Ich würde jetzt schon sagen, dass Hertha ein sehr ambitionierter Zweitligist ist. Und wenn man sieht, wie wir aufgetreten sind, habe ich null Bauchschmerzen, dass wir in ein Loch fallen. Dass du hoffentlich enttäuscht bist nach einer, finde ich, ganz überzeugenden zweiten Halbzeit, wo wir uns einfach nicht belohnen, die Chancen haben, Punkte mitzunehmen. Ja, die Enttäuschung soll da sein, unbedingt."

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Der Vorsprung von Dynamo Dresden nach unten ist aufgebraucht

Ben Bobzien (22) hatte einige gute Möglichkeiten, konnte sie aber diesmal nicht nutzen.  © IMAGO/Steinsiek.ch

Der minimale Vorsprung nach unten ist aufgebraucht. Dynamo als Tabellen-15. (minus zwei Tore), Holstein Kiel (minus acht) und Greuther Fürth dahinter (minus 21) trennt nur das Torverhältnis. Schlusslicht Münster ist auch nur zwei Punkte hinten dran.

Aber: Bielefeld als Elfter ist auch nur zwei Zähler weg. "Wir haben jetzt nicht sechs oder sieben Punkte Rückstand auf den Strich. Sondern, wenn wir so weiterarbeiten, wenn wir so weiterspielen, dann sind wir überzeugt, dass wir unsere Punkte holen. Es ist einfach eine Frage der Wahrscheinlichkeit", will Stamm die Woche "wieder so reingehen, mit der Überzeugung, die wir die letzten Wochen auch hatten. Es ist alles möglich."

In Nürnberg muss er aber auf die zwei gelbgesperrten Leistungsträger Robert Wagner (22) und Kofi Amoako (20) verzichten – auch das macht dem Schweizer zumindest nach außen keine Sorgen.

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"Wir haben genügend Spieler, wir haben genügend fitte Spieler. Und wenn dann der eine oder andere Gelbgesperrte da ist, ist es völlig normal, dass es jetzt gerade beide trifft. Aber das müssen wir so akzeptieren. Wir haben genügend Spieler, die die Position gut ausführen können."

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 28 39:24 55
2 SC Paderborn 07 28 47:31 54
3 SV 07 Elversberg 28 48:30 52
4 SV Darmstadt 98 28 50:32 50
5 Hannover 96 28 47:35 50
6 Hertha BSC 28 43:33 47
7 1. FC Kaiserslautern 28 48:41 43
8 1. FC Nürnberg 28 38:38 37
9 Karlsruher SC 28 43:52 37
10 VfL Bochum 1848 28 39:40 33
11 Arminia Bielefeld 28 41:40 31
12 Fortuna Düsseldorf 28 26:43 31
13 1. FC Magdeburg 28 43:51 30
14 Eintracht Braunschweig 28 30:45 30
15 SG Dynamo Dresden 28 45:47 29
16 Holstein Kiel 28 34:42 29
17 SpVgg Greuther Fürth 28 40:61 29
18 SC Preußen Münster 28 31:47 27

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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