Extrem wichtiger Punkt für Dynamo: "Den nehmen wir gern mit!"

Dresden - Elversberg verloren, Wiesbaden verloren, Dynamo Dresden hat einen Punkt bei richtig starken Freiburgern geholt. Osnabrück kann am heutigen Sonntag bei einem Sieg gegen den FSV Zwickau zur SGD aufschließen. Das wird ein Herzschlagfinale in den letzten vier Partien der Saison. Dresden ist mittendrin.

SGD-Trainer Markus Anfang (48, M.) sah gegen den SC Freiburg II keine Glanzleistung seiner Truppe, freut sich aber über einen Zähler.
SGD-Trainer Markus Anfang (48, M.) sah gegen den SC Freiburg II keine Glanzleistung seiner Truppe, freut sich aber über einen Zähler.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Von daher war es wichtig, dass die Sachsen die Partie im Breisgau nicht verloren haben. Gut fürs Konto und auch gut für den Kopf.

"Es war definitiv ein Punktgewinn hier. Das haben nicht viele Mannschaften geschafft", sagte ein völlig abgekämpfter Kapitän Tim Knipping (30) nach den intensiven 90 Minuten. Trainer Markus Anfang (48) pflichtete ihm bei: "Den Punkt nehmen wir gern mit."

Nach dem Spielverlauf ein verständlicher Satz. Nur in den letzten 15 Minuten war seine Mannschaft tonangebend, ansonsten spielte Freiburg. Und das mit einem Tempo und mit einer Ballsicherheit, die für diese Liga einmalig ist. "Das ist die spielstärkste Truppe", so Knipping.

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Dresden stand tief, was laut Anfang auch so gewollt war. Dresden wollte den Gastgeber in den ungefährlichen Zonen spielen lassen, aber nichts zulassen.

Das gelang in der ersten Halbzeit gut, aber auch weil sich der SCF zu oft in sich selbst verliebte. "Wir wollten kompakt stehen und in Umschaltmomente kommen", so der 48-Jährige.

Das gelang zumindest beim Treffer von Ahmet Arslan (29) in der 28. Minute zum 1:0. "Wir haben aber mit Ball nicht so gut ins Spiel gefunden, Freiburg hat das aber gut verteidigt."

Dynamo Dresden hat den Punktgewinn "hart erarbeitet"

Der Ausgleich der Freiburger bereitete Markus Anfang (48) einige Sorgen.
Der Ausgleich der Freiburger bereitete Markus Anfang (48) einige Sorgen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Die zweite Hälfte war zunächst ein Spiegelbild der ersten, plus aber dem Ausgleichstreffer von Freiburg durch Oscar Wiklöf (20) in der 54. Minute.

"Da sind wir nicht so gut angelaufen vorn, wir lösen die Kette auf. Da geht das Leder durch die Beine, die Flanke rutscht durch. Danach dachte ich, es könnte noch einmal richtig schwer werden", so Anfang.

Doch zum Ende hin zeigte sein Team nochmal eine Reaktion.

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"Wir haben das dann ordentlich gemacht, haben durch den ein oder anderen Wechsel ein bisschen Druck nach vorn bekommen, haben auch noch mal Strafraumszenen kreiert", sagte der Trainer.

Der dann sein Fazit zog: "Insgesamt war es ein Spiel mit wenigen Chancen auf beiden Seiten, wo viel Ballbesitz für Freiburg war. Wir haben den Punkt hart erarbeitet gegen eine Mannschaft, die nicht umsonst dort oben steht."

Am Samstag kommt die nächste Mannschaft, die "dort oben steht". Gegen Wiesbaden ein Sieg und Dynamo ist vorbei am SVW. Aber da ist ja auch noch Osnabrück. Es läuft alles auf ein Herzschlagfinale hinaus.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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