Dynamo-Mittelfeldmann Arslan Zweiter in der Torjägerliste: "Ich schieße gern Tore, bin nie satt"

Dresden - Er war sicherlich die Entdeckung der ersten 17 Dynamo-Dresden-Spiele in der Meisterschaft: Ahmet Arslan (28). Mit acht Treffern liegt er auf Rang zwei der Torjägerliste in der 3. Liga. Die Leihgabe von Holstein Kiel ist somit für ein Drittel aller Treffer der SGD verantwortlich. Er könnte zufrieden sein, wenn Dresden nicht nur auf Rang neun der Tabelle liegen würde.

Acht eigene Treffer durfte Ahmet Arslan (28, v.) in der 3. Liga für Dynamo bejubeln - keine schlechte Bilanz für einen Mittelfeldmann.
Acht eigene Treffer durfte Ahmet Arslan (28, v.) in der 3. Liga für Dynamo bejubeln - keine schlechte Bilanz für einen Mittelfeldmann.  © DPA/Robert Michael

Nicht Manuel Schäffler (33, vier Treffer), nicht Stefan Kutschke (34, zwei Tore), Arslan ist der treffsicherste Schütze der Schwarz-Gelben.

Seinen Torriecher bewies er auch beim 7:3 im Landespokal-Achtelfinale in Plauen, einmal aus 16 Metern, dreimal aus Nahdistanz: Vier Buden standen zu Buche.

"Ich schieße gern Tore, bin da nie satt. Ich hätte noch das eine oder andere mehr machen können", wiegelte der 28-Jährige ab. "Es war wichtig, dass wir gewonnen haben, jetzt können wir abschalten und dann Feuer frei für die Rückrunde", erklärte er nach dem Torfestival im Vogtland.

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Doch ein Blick zurück muss noch mal sein, vor allem bei ihm. Ein offensiver Mittelfeldspieler mit einer solchen Ausbeute, das kann sich rein persönlich gesehen vorzeigen lassen.

"Für mich zählt erst einmal der mannschaftliche Erfolg. Ich hätte lieber zwei, drei Tore weniger geschossen, dafür paar Punkte mehr. Das kann ich aber nicht eintauschen, daher nehm' ich die acht Tore. Ich hätte aber auch schon elf oder zwölf haben können. Das ärgert mich mehr", so Arslan.

Ahmet Arslan wird sich bei seiner Familie erholen

Beim Sachsenpokalspiel in Plauen war Ahmet Arslan (l.) gleich viermal zur Stelle - hier netzt er zum 2:0 für die Gäste ein.
Beim Sachsenpokalspiel in Plauen war Ahmet Arslan (l.) gleich viermal zur Stelle - hier netzt er zum 2:0 für die Gäste ein.  © IMAGO/Frank Kruczynski

Für die 21 Spiele ab Januar – Dynamo startet am 15. Januar daheim gegen den SV Meppen – hat er sich noch etwas vorgenommen.

"Ich glaube, wir tun aber gut daran, wirklich von Spiel zu Spiel zu denken, auch wenn das eine Phrase ist, und die Punkte einzusacken. Wir dürfen nicht über das Große und Ganze reden. Das ist jetzt unsere Aufgabe, weil wir uns selbst in die Situation gebracht haben. Es gilt, im ersten Spiel drei Punkte zu holen. Das ist wichtig. Wir gucken nicht, was im Mai ist."

Doch jetzt stehen erst einmal drei Wochen Erholung an, ehe es am 8. Dezember mit Training weitergeht. Arslan wird zu seiner Familie nach Lübeck fahren.

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"Für mich ist ausschlaggebend, bei der Familie zu sein, da kann ich abschalten. Das ist auch mental für mich wichtig. Das ist das erste Mal überhaupt, dass ich so weit weg bin von zu Hause. Das werde ich genießen. Wenn ich noch mal mit Freunden wegfliegen sollte, dann ergibt sich das spontan, geplant habe ich nichts."

Geplant hat er aber sicherlich, ab Januar zusammen mit seinen Mannschaftskollegen das Feld von hinten aufzurollen. Seine Tore sollen dabei helfen.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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