Dynamo Dresden: Platzt der Torknoten dank Standards?

Dresden - Als die Medien letztmals mit Claudio Kammerknecht über die nicht ganz so prallen Standards bei Dynamo sprachen, da war es noch Oktober, kurz vor dem Spiel in Ulm. Beim SSV gelang ihm dann ein Doppelpack, er traf nach einer Ecke und im Anschluss an einen Freistoß. "Nehme ich gern wieder", lacht der 24-Jährige.

In Ulm gelang Claudio Kammerknecht (24, vorn) ein Tore-Doppelpack. Würde auch gegen Unterhaching helfen ...
In Ulm gelang Claudio Kammerknecht (24, vorn) ein Tore-Doppelpack. Würde auch gegen Unterhaching helfen ...  © Imago / Eibner

"Wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre jetzt ein richtiger Zeitpunkt", blickt er auf das Spiel am Sonntag gegen Unterhaching. "Aber man kann es sich leider nicht aussuchen."

Nimmt man die beiden Elfmetertore von Stefan Kutschke beim 5:1 in Köln weg, war das 3:2 von "Kammer" in Ulm auch der letzte Treffer nach einem ruhenden Ball.

Er ist übrigens der einzige defensive Spieler, der in dieser Spielzeit bereits getroffen hat. Es ist wieder mal an der Zeit und andersherum auch, einen Gegentreffer nach einem Standard zu vermeiden.

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Beim 0:1 gegen Regensburg war es eine Ecke, in Verl beim selben Ergebnis ein Einwurf, der Dresden das Genick brach.

Jetzt ist es fast schon ein Muss, nach den drei Pleiten zuletzt, die Hachinger zu schlagen.

Dynamo Dresden: Claudio Kammerknecht hofft auf seinen dritten Saisontreffer für die SGD

Claudio Kammerknecht (24, am Boden) fuhr im Training am Donnerstag Lucas Cueto (27) in die Parade.
Claudio Kammerknecht (24, am Boden) fuhr im Training am Donnerstag Lucas Cueto (27) in die Parade.  © Lutz Hentschel

"Wir versuchen, wieder die Leistungen von Regensburg und Verl auf den Platz zu bringen. Wir haben zweimal echt gut gespielt, die letzten Zentimeter zu den Toren haben gefehlt. Aber wenn du konstant so spielst, wird der Knoten irgendwann platzen", sagt Kammerknecht.

"Im Grunde ist es das Verrückte an der Saison, du verlierst dreimal in Folge, hast zwar die Tabellenführung abgegeben, stehst aber immer noch vier Punkte vor Platz drei."

"Das zeigt ein Stück weit, dass wir uns etwas erarbeitet haben. Du darfst dich aber nicht darauf ausruhen. Wir haben jetzt gesehen, wie schnell das gehen kann. Es wird Zeit, dass der Knoten endlich platzt."

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Dafür muss es aber hinten wie vorn auch bei den Standards klappen, ein Schwerpunkt bei Dynamo.

"Was heißt, das klappt nicht? Es hat in Verl geklappt, nur wir kriegen sie zurzeit nicht rein. Das war ärgerlich. Aber wir fokussieren uns jetzt ein Stück weit mehr darauf, gerade nach den letzten zwei Spielen", so Kammerknecht. Hinten zu null und vorn irgendwie einen reinwürgen, das wär's. Vielleicht mit dem dritten Saisontreffer von Kammerknecht.

Titelfoto: Imago / Eibner

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