Harmonie im Angriff! Dynamos Vermeij mit lobenden Worten für Sturm-Kollegen

Antalya (Türkei) - Sonderlob für einen, der zuletzt nur selten im Fokus stand: Vincent Vermeij (31) wurde nicht explizit darauf angesprochen, aber Dynamo Dresdens niederländischer Stürmer fand aus dem Nichts äußerst lobende Worte für Kollegen Stefan Kutschke (37).

Setzen auf ein Miteinander: Vincent Vermeij (31, l.) und Christoph Daferner (27).
Setzen auf ein Miteinander: Vincent Vermeij (31, l.) und Christoph Daferner (27).  © Lutz Hentschel

"Stefan ist einfach ein wichtiger Faktor, auch im Training, wie der coacht in der Kabine mit seiner Ansprache. Ich denke immer, wenn er am Ende des Spiels reinkommt, krass", so Vermeij und begründet das auch: "Wenn ich mit ihm zusammenspiele und wir schlagen die Bälle lang, dann immer auf ihn, nie auf mich. Er hat eine ganz andere Wucht, sein Körper ist eine Maschine. Er gewinnt jeden Zweikampf in der Luft."

Es ist nur ein Beispiel, warum der Konkurrenzkampf im Dynamo-Angriff ein besonderer, oder vielleicht gar keiner so richtig ist. "So zu dritt, mit ähnlichen Spielertypen, finde ich das ganz besonders, wie das so läuft", bestätigt der Drei-Tore-Mann, der nach seiner Viruserkrankung erst spät in der Hinrunde ins Laufen kam.

"Ich hab auch mit anderen Stürmern gespielt, die zum Beispiel einfach nicht die Hand geben vor dem Drauflaufen. Wenn ein anderer spielt, sage ich auch: Schieß ein Tor. Ich wünsche mir nicht, dass er kein Tor schießt und ich reinkomme und schieße dann ein Tor."

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Mit Christoph Daferner (27, vier Tore) versteht sich der 31-Jährige blendend, weswegen sich Vermeij auch wünscht, häufiger mit "Dafi" zusammenzuspielen. Einmal war das in der Hinrunde bisher von Beginn an der Fall. Dank neuer Flanken-Waffen auf Außen, wie Jason Ceka (26) und Jonas Sterner (23), sind Abnehmer in der Mitte aber noch gefragter.

SGD-Angreifer Vermeij schätzt das Zusammensein im Trainingslager

Voller Einsatz! Der 31-Jährige (l.) arbeitet im Trainingslager hart an sich.
Voller Einsatz! Der 31-Jährige (l.) arbeitet im Trainingslager hart an sich.  © Lutz Hentschel

Vielleicht gibt's im Testkick gegen Rot-Weiss (12 Uhr MEZ/DynamoTV) am Samstag die Gelegenheit dazu, das zu testen. Der Drittligist wollte Vermeij im Sommer selbst unbedingt verpflichten. Der aber entschied sich spät für Dresden und kam nach seiner Viruserkrankung noch später ins Laufen.

Daher ist das Trainingslager wie ein kleines Kennenlernen: "Hier im Hotel mit allen zusammen zu sein, das ist wichtig. Für mich ist das gut, um mich besser zu integrieren", sagt der Niederländer.

Aber nicht in Sachen Fitness: "Am Ende in den Spielen habe ich mich sehr gut und fit gefühlt. Die Läufe in der Pause liefen auch sehr gut. Vom Fitnesslevel her habe ich nicht das Gefühl, dass mich diese Woche noch deutlich besser machen wird. Wichtig ist, verletzungsfrei heimzukommen."

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Und wer weiß, bleibt er ohne weitere Rückschläge, sind vielleicht auch noch vier bis fünf Jahre drin, ähnlich wie bei Kutschke: "Hut ab, dass Stefan das immer noch so schafft. Man sieht ihm an, dass er das genießt, so lange es geht", gibt Vermeij zu.

"Gar nicht so einfach, als Stürmer bekommt man natürlich auch ganz viel ab. Wenn ich es schaffe, insgesamt 15 Jahre zu spielen, das wäre schon super. Viele Spieler schaffen das nicht."

Titelfoto: Fotomontage: Lutz Hentschel

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