Dynamo-Geschäftsführer Wehlend nach Krawallen: "Auslöser dieser Eskalation noch völlig unklar"

Bayreuth/Dresden - Neben dem sportlich dünnen 1:1 beim Tabellenletzten SpVgg Bayreuth sorgte vor allem das Fehlverhalten einiger Dynamo-Fans am Samstag für Fassungslosigkeit.

Hunderte Dynamo-Fans nahmen den Weg nach Bayreuth auf sich. Einige wenige sorgten erneut für negative Schlagzeilen.
Hunderte Dynamo-Fans nahmen den Weg nach Bayreuth auf sich. Einige wenige sorgten erneut für negative Schlagzeilen.  © Marcus Foerster/Eibner-Pressefoto/dpa

14 verletzte Beamte, eine zertrümmerte Imbissbude, fehlendes Kassen-Bargeld, kaputte Toiletten und ein angegriffener Fotograf - das war das traurige Fazit der Polizei nach dem Spiel.

Am Tag nach dem beschämenden Verhalten einiger SGD-Anhänger hat sich Dynamos Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56) zu den Vorfällen geäußert.

Zunächst distanzierte er sich von ersten Falsch-Informationen, in denen der Auslöser des Vandalismus der Ausschank von alkoholfreiem Bier gewesen sein soll.

Dynamo-Talent Paul Lehmann auf dem Sprung nach oben!
Dynamo Dresden Dynamo-Talent Paul Lehmann auf dem Sprung nach oben!

"Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Auslöser dieser Eskalation noch völlig unklar", so der 56-Jährige in einer Mitteilung vom Sonntag.

"Daher bitten wir um Verständnis, dass wir uns erst vollumfänglich zu den Vorfällen äußern können, wenn eine gesamtheitliche Informationslage vorliegt. Der Prozess dazu wurde bereits gestern nach dem Spiel in Gang gesetzt", erklärte Wehlend.

Es sei "über alle Maße enttäuschend, dass dies einen dunklen Schatten über die Begegnung in Bayreuth wirft".

Jürgen Wehlend (56) distanzierte sich von der Gewalt, will aber die weiteren Ermittlungen noch abwarten.
Jürgen Wehlend (56) distanzierte sich von der Gewalt, will aber die weiteren Ermittlungen noch abwarten.  © Lutz Hentschel

Auch die Polizei in Bayreuth ermittelt unterdessen wegen schweren Landfriedensbruchs. Die Beamten werden nun Foto- und Videomaterial auswerten.

Titelfoto: Montage: Marcus Foerster/Eibner-Pressefoto/dpa, Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: