Fehlt Dynamo Dresden bald über eine Million Euro?

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Dresden - Dynamo Dresden gerät nach den Hertha-Ausschreitungen gewaltig unter Druck. Da ist zum einen Innenminister Armin Schuster (64, CDU), der gewaltig die Daumenschrauben anzieht. Da sind außerdem der DFB, die Stadt und auch Sponsoren. Für die SGD geht es in den kommenden Monaten um richtig viel Geld. Deshalb stellte der Verein am Dienstag die ersten Maßnahmen vor.

Will sich die Stadion-Atmosphäre nicht von Einzelpersonen kaputtmachen lassen: Dynamos Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39).
Will sich die Stadion-Atmosphäre nicht von Einzelpersonen kaputtmachen lassen: Dynamos Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39).  © Lutz Hentschel

Die Stadt Dresden wird sich genau überlegen, ob der Verein wegen der jährlichen Betriebskostenzuschüsse überhaupt vorsprechen darf.

Sponsoren könnten darüber nachdenken, ihr Engagement zurückzufahren oder gar zu beenden - aus Imagegründen. Einige sollen wohl schon überlegen.

Dazu kommt noch, dass der DFB die Schwarz-Gelben hart bestrafen wird, mit großer Sicherheit im sechsstelligen Bereich. Magdeburg bekam nach den Ausschreitungen gegen Dresden im Januar neben 186.000 Euro Strafe noch eine Blocksperre aufgebrummt.

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Die könnte Dresden auch drohen. Noch nicht gegen Bochum am Samstag, aber schon gegen Kaiserslautern am 2. Mai.

Im Worst-Case-Szenario würde locker eine siebenstellige Summe (DFB-Strafe, Blocksperre, keine Zuschüsse durch die Stadt, weniger Sponsoreneinnahmen) zusammenkommen, die Dynamo für die Zukunft fehlen würde.

Der Verein möchte das verhindern, vor allem was Stadt und Sponsoren angeht. Beim Verband ist der Einfluss auf die Strafe eher gering.

Bilder, die keiner mehr sehen will: Polizei auf dem Rasen des Rudolf-Harbig-Stadions, um Ausschreitungen Herr zu werden.
Bilder, die keiner mehr sehen will: Polizei auf dem Rasen des Rudolf-Harbig-Stadions, um Ausschreitungen Herr zu werden.  © Lutz Hentschel
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Neues Sicherheitskonzept in großen Teilen schon gegen VfL Bochum im Einsatz

Finanzgeschäftsführer Stephan Zimmermann (38) stellte am Dienstag einen Maßnahmen-Katalog vor, der schon gegen Bochum umgesetzt werden soll.
Finanzgeschäftsführer Stephan Zimmermann (38) stellte am Dienstag einen Maßnahmen-Katalog vor, der schon gegen Bochum umgesetzt werden soll.  © Lutz Hentschel

Der erste Schritt geht gegen die Chaoten selbst. Und zwar an "Personen, die gegen Hertha erkennbar im Innenraum an den Auseinandersetzungen beteiligt waren", sagt Finanz-Geschäftsführer Stephan Zimmermann (38): "Für uns gibt es hierbei keinerlei Diskussionspotenzial - sobald Täter ermittelt werden, wird es neben der strafrechtlichen Verfolgung durch die Polizei auch ein striktes Verfahren für Stadionverbote von unserer Seite geben."

Das Sicherheitskonzept für die Heimspiele wurde zudem überarbeitet und wird schon in großen Teilen gegen Bochum zum Tragen kommen. So sollen zukünftig bei Hochrisikospielen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auch vor dem Bereich des K-Blocks den Innenraum absichern.

"Darüber hinaus werden Polizeikräfte direkt im Stadion positioniert. Nach Rücksprache mit der Polizei werden zudem ab sofort die Pufferbereiche im Heimbereich rund um den Gästeblock erweitert", so Zimmermann.

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Die SGD kann damit weniger Tickets verkaufen - was geringere Einnahmen bedeutet: "Für die Partie am Samstag werden Anhänger, die für die betreffenden Bereiche bereits Tickets haben, umgesetzt." Etwaige Zugeständnisse an Fanvertreter rund um die Spieltage werden von Vereinsseite überprüft und im nächsten Schritt entsprechend zurückgezogen.

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel

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