Dresden - "Die Presse fragt mich seit drei Wochen bezüglich Startelf. Mich interessiert eigentlich, welche 20 sind die Richtigen gegen Nürnberg?", erklärt Thomas Stamm (43) nach dem 2:1-Erfolg in der Generalprobe gegen Union Berlin. Dynamo Dresdens Coach will eigentlich keine Frage mehr zu den ersten Elf beantworten. Musste er natürlich trotzdem wieder ...
"Wenn wir die 20 finden - und für das sind wir heute wahrscheinlich wieder einen Schritt weitergekommen - dann haben wir eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir auf Augenhöhe kommen können gegen Nürnberg."
Viele Veränderungen zu den Elf, die am Samstag gegen Union den Rückstand drehten, oder die eine Woche zuvor gegen Cottbus nicht gerade brillierten, wird es ohnehin nicht mehr geben.
Auch im Tor scheint alles geklärt. Tim Schreiber (24) wird wieder aller Voraussicht nach Dynamos Kasten hüten. Er hat sich mit starken Paraden nach vorn gespielt. Zwischenzeitlich munkelte man, dass Elias Bethke (23) eher der auserkorene Stammkeeper werden könnte.
"Ich habe das vor einer Woche oder vor zwei gesagt, so ist eigentlich alles gesagt zu dem Thema, dass ich mit den Spielern kommuniziere, mit jedem Einzelnen. Das ist auch völlig normal", reagiert Stamm fast schon ein wenig genervt auf die Torhüterfrage.
Nur eine Position ist bei Dynamo Dresden noch umkämpft
Und: "Vielleicht gibt es nicht immer diesen 'So, Tim, komm mal ins Büro rein. Ja, du bist jetzt meine Nummer 1' - was Sie manchmal denken. Sondern am Ende geht es manchmal auch darum, den Konkurrenzkampf hochzuhalten. Das macht alle besser. Und dann wird jetzt von meiner Seite kein Gespräch gebraucht, aber ich glaube auch nicht von Seiten des Torwarttrainers. Sondern da geht es um Leistung. Und dann ist es, glaube ich, für den Spieler nur wichtig, spielt er am Wochenende oder spielt er nicht."
Und genau deswegen will Stamm nicht jede Woche "über die Thematik erster, zweiter, dritter Torhüter reden, weil es ist komplett müßig. Auf der Stürmerposition habe ich die Frage die letzten fünf Wochen nicht gehört".
Da scheint aber auch so gut wie alles klar. Einzig auf der Außenbahn rechts-offensiv scheint es besonders eng zuzugehen.
Jakob Lemmer (26) war gegen Cottbus nicht gut, Kaan Inanoğlu (20) durfte sich gegen Berlin beweisen. "Sehr engagiert, er wird Zeit brauchen, auch stabile Spiele hinzubekommen und dann aber trotzdem voll im Konkurrenzkampf in den vorderen Positionen", so Stamm. Lemmer aber machte nach Einwechslung noch einmal richtig Feuer.