Trotz Sieg im Ost-Kracher in Magdeburg: Darf Dynamo jetzt Hoti holen?

Dresden/Magdeburg - Auffallend lange unterhielt sich Sören Gonther (39) nach dem Schlusspfiff mit Magdeburgs Sportboss Otmar Schork (68). Hat Dynamos Sportgeschäftsführer nach dem 2:1-Erfolg etwa direkt den nächsten Transfer eingetütet?

Dynamos Sport-Geschäftsführer Sören Gonther (39, Foto) sprach nach dem Spiel in Magdeburg einige Zeit auf dem Rasen mit Otmar Schork.
Dynamos Sport-Geschäftsführer Sören Gonther (39, Foto) sprach nach dem Spiel in Magdeburg einige Zeit auf dem Rasen mit Otmar Schork.  © Lutz Hentschel

"Wir haben über den Rasen gesprochen. Nein, natürlich necke ich den Otmar ein bisschen. Er wollte mich früher mal nach Sandhausen holen. Wir kennen uns schon ewig", wiegelte Gonther zunächst gekonnt ab.

Aber der 39-Jährige gab zu: "Das ist halt das Geschäft. Er macht seinen Job für seinen Verein, ich mache meinen Job für meinen Verein. Ihr kennt ja die Themen, die es gibt. Auf der einen Seite geht es bis zum 2. Februar, auf der anderen Seite geht es bis zum 2. Februar. Aber Stand jetzt bin ich total zufrieden."

Vermutlich haben die beiden also auch noch einmal über die Personalie Andi Hoti (22) gesprochen.

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Der will zu Dynamo, in Dresden will man ihn auch. Nur das Geld ist noch der Knackpunkt.

Andi Hoti wäre der siebte Neuzugang für Dynamo Dresden im Winter

Sind Nils Fröling (25, l.) und Andi Hoti (22) ab kommender Woche Teamkollegen?
Sind Nils Fröling (25, l.) und Andi Hoti (22) ab kommender Woche Teamkollegen?  © Lutz Hentschel

Der Innenverteidiger wäre der siebte Neuzugang im Winter. Nummer sechs, Ben Bobzien (22), war in Magdeburg noch nicht einmal im Kader, auch Keeper Elias Bethke (22) fehlte noch.

Die anderen vier, die aber bereits im Wintertrainingslager dabei waren, haben dagegen erneut bewiesen, dass sie für das (Noch-)Kellerkind ein absoluter Gewinn sind.

"Hier darf man keinen rausnehmen. Magdeburg ist eine Top-Mannschaft aktuell, dann gehst du hier auch noch in Rückstand. Da ziehe ich alle Hüte davor, wie wir zurückgekommen sind und leidenschaftlich bis zum Schluss verteidigt haben. Natürlich ist das jetzt ein richtig geiles Gefühl mit sechs Punkten zum Start", gibt Dresdens Sportboss zu.

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Mit ihm, sagt er, hat der Erfolg aber nicht viel zu tun: "Ich nehme das überhaupt nicht auf mich, schaue da komplett auf die Gruppe. Und ich bin einfach unfassbar stolz darauf, wie wir das Spiel vorbereiten, auch was wir in den ersten 20 Minuten hier spielen. Das war einfach richtig gut, weil wir es richtig gut vorbereiten die ganze Woche."

Mit jetzt 19 Punkten auf dem Konto ist das rettende Ufer nur noch einen Zähler entfernt. Kaufen kann man sich nach den zwei Siegen in zwei Rückrundenspielen aber noch nichts. Gonther: "Das ist Fußball, aber morgen ist es wieder vergessen. Und dann gucken wir uns das [in] Bielefeld an und dann müssen wir wieder laufen."

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel

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