Vierkampf ums Dynamo-Tor: Verliert Tim Schreiber die Nummer eins?
Dresden - Es ist DIE Frage des Sommers: Wer wird die Nummer eins im Tor bei Dynamo Dresden? Tim Schreiber (24), Elias Bethke (23), Daniel Mesenhöler (30) und Lennart Grill (27) stellen sich dem Kampf - vier Keeper auf einem ähnlichen Niveau mit Vorzügen und Schwächen. Es könnte am Ende auf eine Überraschung hinauslaufen. Fest steht auch: Einer wird noch gehen.
Bethke begann in Bautzen und am Samstag in Großenhain gegen Kassel, Mesenhöler hielt jeweils die zweite Hälfte. In Neustadt/Spree stand Schreiber zu Beginn im Kasten, wurde in den zweiten 45 Minuten von Nachwuchs-Keeper Maximus Fritzsche (17) abgelöst.
Grill ist nach seiner schweren Knieverletzung noch außen vor. "Das ist so abgesprochen", sagt Trainer Thomas Stamm. "Die anderen spielen nächste Woche. Wir haben 2x60 Minuten gegen den Grazer AK im Trainingslager."
Zu zeitig auf seinen Stammhüter will sich der 43-Jährige nicht festlegen. Wer zwischen den Zeilen liest, kann aber schon eine Tendenz erkennen:
"Wenn man Spielzeit verteilt, was wir machen, dann hat man ja auch jetzt schon eine Idee, wer vielleicht Richtung erstes Punktspiel Nummer 1, Nummer 2 und Nummer 3 sein wird", so Stamm.
Das heißt Stand jetzt: Der Vorteil liegt bei Elias Bethke.
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Dynamo Dresdens Trainer Thomas Stamm über Tim Schreiber: "Er hat jetzt nicht diesen Bonus"
Aufhorchen lassen seine nächsten Sätze: "Ich habe schon wieder gelesen, 'Mese' ist so der klassische Nummer-drei-Torhüter. Am Ende geht es ganz viel darum, wie trainiert er. Und wenn er sich als dritter Keeper im letzten Jahr auf die zwei vordrängt, dann ist mir das recht. Dann haben wir einen guten Konkurrenzkampf, um das wird am Ende des Tages für mich gehen."
Das klingt alles nicht so berauschend für Tim Schreiber, dem Aufstiegskeeper, der sich gerade in der Rückrunde erheblich steigerte und sehr oft glänzte.
"Tim hat in der Rückrunde viele Spiele für uns gemacht. Er hat jetzt nicht diesen Bonus, aber er hat einfach auch gezeigt, dass er sehr stabil ist, und am Ende wollen wir Leistung bewerten", erklärt der Schweizer.
Er gibt allen aus dem Quartett die Chance. "Sie haben die Zeit, sich im Training wieder zu zeigen. Im Sommer hat man immer die Möglichkeit, sich durch viele Testspiele und viele Trainingseinheiten zu präsentieren."
Für einen aus dem Quartett wird aber noch das Aus bei Dynamo kommen. Was für den Trainer ein Luxusproblem ist, wird für einen schwer wiegende Folgen haben. Stamm: "Sören Gonther hat ja klar gesagt, was die Idee ist, dass wir am Ende nicht mit vier in eine komplette Runde gehen werden."
Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel (2), SG Dynamo Dresden (1), IMAGO/DeFodi Images (1)

