Der VfL Bochum zieht die "Reis"-Leine: Bundesliga-Schlusslicht entlässt seinen Trainer!

Bochum - Sechs Spiele, null Punkte! Der VfL Bochum hat einen katastrophalen Fehlstart in die Saison hingelegt und nun die Reißleine gezogen: Thomas Reis (48) ist nicht mehr länger Trainer des aktuellen Bundesliga-Schlusslichts.

Thomas Reis (48) war seit dem 6. September 2019 Cheftrainer des VfL Bochum - nun wurde er entlassen.
Thomas Reis (48) war seit dem 6. September 2019 Cheftrainer des VfL Bochum - nun wurde er entlassen.  © David Inderlied/dpa

Das gab der Verein am Montag bekannt. Auch Co-Trainer Markus Gellhaus (52) muss gehen. Ab sofort übernimmt der U19-Coach Heiko Butscher (42) als Interimstrainer. Reis hatte den VfL am 6. September 2019 übernommen. Es ist nach dem Aus von Domenico Tedesco (37) bei RB Leipzig in der vergangenen Woche die zweite Entlassung in der laufenden Bundesliga-Saison.

"Der VfL Bochum 1848 bedankt sich bei Thomas Reis und Markus Gellhaus für die Erfolge, die der Verein in den vergangenen Jahren erreichen konnte. Thomas Reis hat die Mannschaft vor drei Jahren in einer sehr schwierigen Phase übernommen und nach dem Lockdown zum sicheren Klassenerhalt geführt. In der darauffolgenden Saison stand am Ende die Meisterschaft in der 2. Bundesliga, gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Bundesliga", heißt es auf der Homepage des Vereins.

"Die Rückkehr in die Bundesliga sorgte für riesige Euphorie, nicht nur bei den Fans, sondern auch innerhalb der Mannschaft. Der folgende Saisonverlauf bis hin zum Klassenerhalt nahm fast schon märchenhafte Züge an", wissen die Verantwortlichen beim VfL.

Nach der Pleite auf Schalke war die Amtszeit von Thomas Reis beendet

Nach der Niederlage am Samstag beim FC Schalke 04 folgte am Montag das Aus für Bochums Trainer Thomas Reis (48).
Nach der Niederlage am Samstag beim FC Schalke 04 folgte am Montag das Aus für Bochums Trainer Thomas Reis (48).  © IMAGO / Uwe Kraft

Doch jegliche Romantik half auch nach der 1:3-Pleite am Samstag bei Aufsteiger FC Schalke 04 nicht mehr.

Mit der sechsten Niederlage im sechsten Bundesliga-Spiel und einer Bilanz von 4:18-Toren war die Geduld der Verantwortlichen am Ende. Lediglich im DFB-Pokal gelang ein Sieg mit dem Erfolg beim FC Viktoria Berlin.

"So schön diese Ereignisse auch waren, sind sie mittlerweile von der Realität eingeholt worden. Aktuell steht die Mannschaft nach sechs Spieltagen ohne einen einzigen Punkt da, der schlechteste Saisonstart in der VfL-Bundesligageschichte. Das Team hat sich immer noch nicht gefunden. Demzufolge hat eine gründliche und tiefgehende Analyse stattgefunden, für die sich die Vereinsführung bewusst sehr viel Zeit genommen hat, um der Tragweite der Entscheidung gerecht zu werden", erklärt der Klub.

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"Nach dieser Analyse ist man zu dem Schluss gekommen, dass eine Veränderung auf der Position des verantwortlichen Trainers notwendig ist. Die Chancen auf den Klassenerhalt mögen viele angesichts des Starts gering erachten, die VfL-Verantwortlichen sehen zum jetzigen Zeitpunkt immer noch Optionen, dieses Ziel zu erreichen", zeigt sich der Klub aber auch hoffnungsvoll, das Ruder noch rumreißen zu können.

"Wir müssen dringend Lösungen finden, die sportlich sehr schwierige Situation zu verbessern und zugleich Themen, die darauf negativen Einfluss haben, auszublenden. Heiko Butscher hat sich bereit erklärt, das Team bis auf weiteres interimsweise zu übernehmen. Zugleich arbeiten wir daran, die Nachfolge auf der Cheftrainerposition zu regeln", sagte der Geschäftsführer Sport Patrick Fabian (34).

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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