Frust nach Abstieg sitzt tief! Wolfsburg-Profi zertrümmert Kabinentür

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Paderborn - Der Frust sitzt unendlich tief! Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte, nach 29 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit, steigt der VfL Wolfsburg nach dem Relegations-Drama gegen den SC Paderborn in die 2. Bundesliga ab. Ein Spieler lässt seiner Wut besonders freien Lauf - und zerstörte eine Tür im Kabinentrakt!

Wolfsburgs Jeanuël Belocian (21, l.) ließ seinen Gefühlen im Kabinentrakt freien Lauf.
Wolfsburgs Jeanuël Belocian (21, l.) ließ seinen Gefühlen im Kabinentrakt freien Lauf.  © Swen Pförtner/dpa

Laut Sport1 handelte es sich bei dem Wut-Profi um Innennverteidiger Jeanuël Belocian (21), der am Deadline Day im Winter von Bayer Leverkusen ausgeliehen worden war, aber am Ende auch nicht helfen konnte, den Abstieg zu verhindern.

Auf einem Foto, das dem Portal vorliegt, ist die gesprungene Glastür der Gästekabine zu sehen, die von innen notdürftig mit Klebeband zusammengehalten wird, Belocian hatte sie demnach mit einem Schlag zertrümmert.

Auch sonst war die Stimmung bei den Wolfsburgern verständlicherweise gedrückt, laut Aufsichtsratsmitglied Diego Benaglio (42) seien in der Kabine Tränen geflossen.

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Trainer Dieter Hecking (61), der bereits das zweite Jahr in Folge aus der Bundesliga abstieg, sprach bei Sat.1 davon, das Geschehene erst einmal sacken lassen zu müssen.

"Immer, wenn man absteigt, tut es weh, die Enttäuschung ist auch bei mir sehr groß", sagte der Coach, "wir haben alles versucht, die Spieler haben alles investiert, um den Klassenerhalt zu schaffen. Dann hängt es eben an einer einzigen Situation vielleicht, ob du drinbleibst oder absteigst, das war heute leider so. Das Spiel hat dadurch eine Wendung genommen, die wir nicht haben wollten, aber es ist eben eingetreten."

VfL Wolfsburg: Dieter Hecking hadert mit dem Schiedsrichter

Der Schmerz über den Abstieg steht Dieter Hecking (61, M.) und den Wolfsburger Profis ins Gesicht geschrieben.
Der Schmerz über den Abstieg steht Dieter Hecking (61, M.) und den Wolfsburger Profis ins Gesicht geschrieben.  © Swen Pförtner/dpa

Damit bezog sich der 61-Jährige auf den frühen Platzverweis für Joakim Maehle (29), durch den sein Team mehr als 100 Minuten in Unterzahl bestreiten musste.

Es sei müßig, darüber zu diskutieren, schließlich habe der Schiedsrichter so entschieden, sagte Hecking: "Dass wir eine ganz komplett andere Bewertung dieser Szene haben, wenn man sich den ganzen Ablauf anguckt, dann hätten wir uns gewünscht, dass er [Schiedsrichter Felix Zwayer, Anm. d. Red.] in dieser Situation Fingerspitzengefühl gezeigt hätte."

Maehle war bereits in der 11. Minute fürs Ballwegschießen in einer hitzigen Situation verwarnt worden, in der er unter anderem von Filip Bilbija (26) auf den Boden geschubst worden war, nur drei Minuten später sah er dann eine unstrittige zweite Gelbe für ein Foulspiel an Mattes Hansen (22).

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Trotz aller Enttäuschung zeigte sich Hecking aber als fairer Verlierer: "Wir müssen Paderborn zum Aufstieg gratulieren, das mache ich gerne."

Titelfoto: Bildmontage: Swen Pförtner/dpa (2)

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