Flensburg - Der SC DHfK Leipzig hat am Samstag deutlich mit 28:36 (18:18) gegen die SG Flensburg-Handewitt verloren. In einer ausverkauften GP JOULE Arena spielten die Sachsen vor 6300 Fans zunächst eine vielversprechende erste Hälfte, verloren im zweiten Durchgang jedoch den Zugriff auf die SG.
DHfK-Trainer Frank Carstens musste kurzfristig auf den verletzten Mannschaftskapitän Lukas Binder in der Startaufstellung verzichten. Im Tor begann Domenico Ebner.
Leipzig startete offensiv mit viel Tempo und verteidigte leidenschaftlich. In der 6. Minute gab es dann jedoch den ersten Dämpfer: Die Hand von Moritz Preuss traf Flensburgs Grigic im Gesicht und der Kreisläufer des SC DHfK wurde mit Rot auf die Tribüne verbannt.
Die Grün-Weißen ließen sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen und lagen in der 16. Minute etwa mit 10:9 vorn. Nerven bewies bis dahin vor allem Leipzigs Franz Semper, der von den SGF-Fans bei jeder Ballberührung gnadenlos ausgepfiffen wurde und trotzdem mehrmals einnetzte.
In der 25. Minute (15:15) kam es dann ganz bitter für den SC DHfK: Bogojevic sah nach einem Foul ebenfalls die Rote Karte. Dabei war der Schwede bis zu diesem Zeitpunkt mit sechs Toren und zwei Assists das Fundament des soliden Leipziger Auftritts. Trotz dieser beiden Tiefschläge zeigten sich die Sachsen kämpferisch und erarbeiteten sich ein 18:18-Unentschieden zum Ende des ersten Durchgangs, auch weil Flensburg offensiv wenig Kreativität zeigte.
SC DHfK Leipzig verliert den Zugriff
Nach dem Wiederanpfiff taten sich beide Teams erstaunlich schwer, zurück ins Spiel zu finden. Erst nach fast sieben Minuten gelang den Hausherren der erste Treffer der zweiten Hälfte.
Nach einem Lauf der Flensburger zog Carstens in der 42. Minute (20:23) das Timeout und forderte ein höheres Tempo seiner Spieler und mehr Konzentration beim Abschluss. Doch auch danach verloren die Leipziger Stück für Stück den Zugriff auf die Flensburger, während die SG immer häufiger erfolgreich abschloss.
In der 46. Minute (22:27) traf es dann auch die Mannschaft aus der Hansestadt: Kirkeløkke sah nach einem Schlag ins Gesicht seines Gegenspielers ebenfalls Rot und musste vom Feld.
Mit jeder weiteren Minute verschob sich das Kräfteverhältnis jedoch weiter in Richtung der Gastgeber und Flensburg zog davon. Am Ende verloren die Leipziger deutlich mit 28:36 und stecken damit weiterhin bis über beide Ohren im Abstiegskampf.