Drastische Worte nach Niederlage gegen BHC: "Wir haben heute eine in die Fresse bekommen"

Leipzig - Die anfängliche Euphorie bei den Handballern des SC DHfK Leipzig scheint verflogen. Nach dem Auswärtssieg gegen den HSV und dem Unentschieden in Minden waren die Grün-Weißen solide in die Rückrunde gestartet und hatten am Sonntag sogar die Gelegenheit, mit einem Sieg gegen den Bergischen HC erstmals die Abstiegszone zu verlassen. Doch der Heimspiel-Auftakt entwickelte sich nach einer relativ ausgeglichenen ersten Hälfte anders als erwartet. Am Ende unterlag der SC DHfK den Löwen deutlich mit 28:35 (14:16).

Leipzigs Trainer Frank Carstens (54) fand klare Worte für die Performance seiner Mannschaft, doch versprach: "Wir werden wieder aufstehen." (Archivfoto)
Leipzigs Trainer Frank Carstens (54) fand klare Worte für die Performance seiner Mannschaft, doch versprach: "Wir werden wieder aufstehen." (Archivfoto)  © PR/DHfK/Klaus Trotter

"Wir haben heute eine in die Fresse bekommen", bilanzierte Leipzigs Cheftrainer Frank Carstens (54) nach dem Abpfiff.

"Das tut richtig weh, aber für einen professionellen Leistungssportler gehört es dazu, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Und wir werden wieder aufstehen."

Die Gründe für die am Ende doch deutliche Niederlage im Kellerduell lagen für Carstens auf der Hand: So bewies unter anderem BHC-Keeper Christopher Rudeck mit 17 Paraden seine starke Form, während Domenico Ebner und Tomas Mrkva gemeinsam nur sechs Bälle entschärfen konnten.

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"Wir haben versucht, über die Defensive Druck aufzubauen, doch der BHC war gut auf unsere 5:1-Deckung vorbereitet", so Carstens weiter.

Noch zwölf Spiele bleiben dem SC DHfK, um den Abstieg abzuwenden

BHC-Keeper Christopher Rudeck (l.) kam auf stolze 17 Paraden und bewies seine starke Form. (Archiv)
BHC-Keeper Christopher Rudeck (l.) kam auf stolze 17 Paraden und bewies seine starke Form. (Archiv)  © Picture Point/ Sven Sonntag

Doch auch im Angriffsspiel taten sich die Leipziger schwer.

Neben einer schwachen Wurfquote fehlte vor allem im zweiten Durchgang der Zug zum Tor: "Wir hatten 13 freie Chancen – inklusive Siebenmeter. Das lässt sich schwer kompensieren", sagte der Headcoach. "Unsere Jungs haben gekämpft, da kann ich ihnen nichts vorwerfen, aber uns fehlte die Abgezocktheit vor dem Tor und vielleicht auch der letzte Punch in der Defensive."

Zwölf Spiele bleiben den Leipzigern nun noch, um den Abstieg abzuwenden. Der Weg zum Klassenerhalt ist nach dieser Niederlage jedoch sicherlich steiniger geworden.

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Am kommenden Samstag geht es um 19 Uhr auswärts gegen die SG Flensburg-Handewitt. Im Hinspiel hatten die Spieler des SC DHfK die höchste Niederlage ihrer Bundesliga-Geschichte hinnehmen müssen.

Titelfoto: PR/DHfK/Klaus Trotter

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