Stuttgart - In einem unterhaltsamen Bundesligaspiel gelingt dem SC Magdeburg die Antwort auf das so bittere Pokal-Wochenende und gewinnt mit 30:26 (14:14) gegen den TVB Stuttgart. Besonders die Leistungssteigerung in Hälfte zwei verhilft zum 26. Ligasieg in der andauernden Saison.
Zu Beginn der Partie sahen die Zuschauer einen recht ausgeglichenen Spielverlauf, in welchem die Stuttgarter während der ersten 20 Minuten allerdings immer mehr die Kontrolle übernahmen und besonders durch konsequentes, dynamisches und selbstbewusstes Offensivspiel überzeugten.
Bis Minute 21 erarbeiteten sich die Gastgeber eine Drei-Tore-Führung (12:9), die anschließende Reaktion des SCM allerdings war erstklassig!
Die Elbestädter nutzten die Fehler des TVB gnadenlos aus und standen defensiv kompakt und sicher. So schaffte die Mannschaft von Bennet Wiegert es, dass die Stuttgarter von Minute 21 bis 27 kein einziges Tor erzielten und es mit einem 14:14 in die Pause ging.
Der SCM-Coach hatte schon im Voraus prophezeit, dass ihn und seine Magdeburger ein "schwieriges Auswärtsspiel" erwarte. Das sollte sich bewahrheiten. Doch auch wenn der SCM zu Beginn wieder Probleme hatte in den Spielfluss zu kommen, war die Reaktion in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte vorbildlich.
SCM mit klarer Verbesserung in Hälfte zwei
Die Pause tat den Magdeburgern sichtlich gut, das zumindest zeigte sich auf der Anzeigetafel. Der SCM übernahm mehr und mehr die Spielkontrolle und bis Minute 47 waren sie schon auf fünf Tore davon.
Die Stuttgarter hatten enorme Probleme, das Offensivspiel der Elbestädter zu unterbinden, die zu diesem Zeitpunkt immer mehr Spielfreude ausstrahlten.
Bis Minute 55 war der TVB zwar noch einmal auf drei Treffer herangekommen, doch der SC Magdeburg ließ sich diesen Sieg nicht mehr nehmen. Sie verwalteten diesen Vorsprung, konnten am Ende sogar nochmal erhöhen und gewannen verdient mit 30:26.
Nach dem so bitteren Wochenende war besonders die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte eine sehr gute Antwort auf die Frage, wie die Grün-Roten den bisherigen Saison-Tiefpunkt vor allem mental verarbeitet haben.