ICE-Agenten bei den Olympischen Spielen? Jetzt äußert sich Italien!
Rom - Die USA wollen Agenten der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE auch bei den Olympischen Winterspielen in Italien einsetzen. Eine Petition im Netz will sich dagegen zur Wehr setzen.
Italien hat kurz vor den Olympischen Spielen in einer Regierungserklärung klargestellt, dass die Sicherheitsverantwortung ausschließlich bei den italienischen Behörden liegt.
Hintergrund sind Berichte über den von Donald Trump (79) geforderten Einsatz von Mitarbeitern der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE zum Schutz der US-Delegation.
Rom betonte, dass ICE-Beamte weder Patrouillen noch Vollstreckungsmaßnahmen durchführen dürfen und nur beratend sowie nachrichtendienstlich aus diplomatischen Vertretungen heraus tätig sein sollen.
Die überraschende Ankündigung sorgte in Italien dennoch für Proteste, da ICE wegen ihres Vorgehens international stark kritisiert wird. Mehrere linke Gruppen riefen zu Demonstrationen auf.
Auch auf WeAct, der Petitionsplattform des Vereins Campact, kamen innerhalb von nur zwei Tagen mehr als 245.000 Stimmen zusammen. Die Petition "Trump stoppen" richtet sich an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) und fordert ein Einreiseverbot für ICE-Beamte in die EU.
Olympische Winterspiele erfordern enormen Sicherheitsaufwand
Insgesamt gelten die Olympischen Spiele als eine der größten Sicherheitsoperationen des mediterranen Landes.
Rund 6000 Sicherheitskräfte, Flugverbotszonen, Drohnen, Robotersysteme und eine permanente Cybersicherheitszentrale sollen sowohl die Athleten als auch die bis zu zwei Millionen Besucher schützen.
Die Olympischen Winterspiele finden vom 6. bis 22. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo im Norden Italiens statt.
Titelfoto: Montage: Adam Gray/AP/dpa, Luca Bruno/AP/dpa
