Predazzo (Italien) - Erst Gold, dann Blech: Überflieger Philipp Raimund (25) hat bei den Spielen seinen zweiten Skisprung-Coup verpasst. Keine 24 Stunden nach seinem umjubelten Triumph im Einzel musste sich der Oberstdorfer an der Seite von Selina Freitag (24), Felix Hoffmann (28) und Agnes Reisch (26) im Mixed-Team mit Rang vier begnügen, zum Podest fehlten umgerechnet nur 60 Zentimeter.
Gold ging wie 2022 an Slowenien vor Norwegen und Japan. "Im ersten Durchgang haben wir ein bisschen was liegen lassen. Kleine Fehler werden sofort bestraft", gestand Hoffmann im ZDF.
Das deutsche Quartett kam nach zwei Durchgängen auf 1032,8 Punkte, Japan kam auf 1034,0. Nicht zu schlagen waren die neuen Olympiasieger Domen und Nika Prevc, Anze Lanisek und Nika Vodan (1069,2).
Für Weltmeister Domen Prevc war es die erste Medaille bei Winterspielen. Damit haben nun alle vier Geschwister Peter, Cene, Domen und Nika mindestens eine Olympia-Medaille gewonnen.
Deutschland ging dagegen auch im zweiten Mixed-Wettkampf der Olympiageschichte leer aus, vor vier Jahren hatte eine Disqualifikation von Katharina Schmid (29) alle Träume zerstört.
Diesmal haderte vor allem die Sächsin Freitag. "Das tut gerade ein bisschen weh", so die Oberwiesenthalerin. Gerade in ihrem ersten Durchgang flog sie nicht weit genug - 91,5 Meter. Im zweiten machte es die 24-Jährige mit 98,5 Metern deutlich besser.