Folgenschwerer Massencrash: Radsportlerin stürzt über Leitplanke und fällt meterweit in die Tiefe

Mailand (Italien) - Heftiger Aufprall für Debora Silvestri (27)! Die italienische Radsportlerin ist bei einem Massencrash während des Frühjahrsklassikers Mailand-Sanremo am Samstag über eine Leitplanke geschleudert worden und mehrere Meter in die Tiefe gefallen.

Die italienische Radsportlerin Debora Silvestri (27) stürzte am Samstag schwer. (Archivfoto)  © IMAGO / frontalvision.com

In TV-Aufnahmen des Unfalls ist zu sehen, wie zunächst drei andere Fahrerinnen direkt bei der Straßenabgrenzung neben einem Hang rund 18 Kilometer vor dem Ziel gestürzt waren.

Die 27-Jährige und weitere Teilnehmerinnen konnten anschließend nicht mehr rechtzeitig bremsen und rauschten teilweise in hohem Tempo in den Pulk hinein, wobei die Italienerin über die Leitplanke fiel, hart auf dem Asphalt aufschlug und reglos liegenblieb.

Silvestri wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert und in der Notaufnahme versorgt, wie ihr Team Laboral Kutxa später mitteilte. Ihr Zustand ist stabil.

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"Sie wird die nächsten Stunden unter ärztlicher Aufsicht im Krankenhaus bleiben, und es werden weitere Tests durchgeführt, um das Ausmaß ihrer Verletzungen zu ermitteln", fügte das Team an.

Am späten Samstagabend meldete sich die gebürtige Ventierin dann schon selbst auf Instagram zu Wort und bedankte sich für die vielen Genesungswünsche. "Mir geht es ganz gut. Fünf gebrochene Rippen und eine Mikrofraktur an der Schulter. Es könnte schlimmer sein", vermeldete Silvestri ihre Diagnose.

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Kasia Niewiadoma bedankt sich bei Kim Le Court

Kasia Niewiadoma (31, l.) kam bei dem Massencrash mit Schürfwunden und dem Schrecken davon. (Archivfoto)  © Peter Dejong/ap/dpa

Auch die polnische Tour-de-France-Siegerin Kasia Niewiadoma (31) war in den heftigen Crash verwickelt und verließ die Strecke am Ende blutüberströmt. Ihre mauritische Kollegin Kimberley Le Court de Billot (29) eilte ihr daher sogar zur Hilfe und gab dafür ihr eigenes Rennen auf.

Die 31-Jährige erlitt "mehrere Schnitt- und Schürfwunden", so ihr Team Canyon-SRAM. "Wir werden ihren Heilungsprozess weiterhin aufmerksam überwachen."

Auf Instagram bedankte sich die Polin mittlerweile bereits bei ihrer Helferin und wünschte den anderen Unfallbeteiligten eine schnelle Genesung. "Ich hätte vielleicht etwas vorsichtiger sein können, aber ich wollte jede Gelegenheit nutzen", schrieb sie zudem.

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Den Sieg beim traditionell im März ausgetragenen Eintagesrennen im Straßenradsport schnappte sich nach 156 Kilometern die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky (30) aus Belgien, beste Deutsche wurde die Ingolstädterin Ricarda Bauernfeind (25) auf Platz 31.

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