"Kennt jetzt Pogačars Hintern": Radsport-Legende zerpflückt Riesentalent für Tour-Teilnahme

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Frankreich - Harte Worte! Paul Seixas gilt als eines der größten Radsport-Talente auf dem Planeten. Mit gerade einmal 19 Jahren nahm der junge Franzose nun an der Tour de France teil - und landete auf einem starken vierten Platz. Doch für eine Legende der Zunft war das frühe Mitwirken des Wunderkinds trotzdem ein Fehler.

In den 1970ern gehörte Cyrille Guimard zu den Größen des Radsports. Er gewann sieben Etappen auf der Tour de France. (Archivfoto)
In den 1970ern gehörte Cyrille Guimard zu den Größen des Radsports. Er gewann sieben Etappen auf der Tour de France. (Archivfoto)  © - / AFP

"Was hat er bei dieser Tour gelernt?", fragte sich Ex-Profi und Funktionär Cyrille Guimard (79) im Interview mit "CyclismActu". "Ich sage euch, was er gelernt hat: Er kennt jetzt Pogačars Hintern ganz genau und den von Del Toro ebenfalls."

Der Slowene Tadej Pogačar (27) dominierte die Tour praktisch nach Belieben und schnappte sich am Ende mit fünf Etappensiegen seinen fünften Triumph. Isaac Del Toro (22) aus Mexiko wurde Dritter und landete somit in der Gesamtwertung auf dem Platz vor Seixas.

Landsmann Guimard hätte sich gewünscht, dass der Youngster noch etwas mit der ersten Teilnahme gewartet hätte, um gleich realistische Chancen auf den Gesamtsieg zu haben.

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"Wer geduldig ist, verliert keine Zeit", erklärte der 79-Jährige. "Er startet bei einer Tour, von der man weiß, dass es einen Fahrer gibt, der das Geschehen dominieren wird, und zwei oder drei weitere, die mindestens auf seinem Niveau sind, wenn nicht sogar besser", so seine Begründung.

Paul Seixas soll warten, bis er die Tour de France gewinnen kann, meint Cyrille Guimard

Mit 19 Jahren hat Paul Seixas seine erste Tour de France hinter sich.
Mit 19 Jahren hat Paul Seixas seine erste Tour de France hinter sich.  © LOIC VENANCE / AFP

Seixas habe trotz eines mehr als respektablen vierten Platzes im Grunde seine Zeit verschwendet, argumentierte Guimard.

"Er hat die gesamte Tour in ihrem Windschatten verbracht, den kennt er in- und auswendig. Er kennt ihre Pedale in- und auswendig", wetterte der siebenfache Etappensieger der TdF und langjährige Sportliche Leiter zahlreicher Teams.

"Und was dann? Er hat gelernt, dass es hart war. Man muss die Tour nicht fahren, um zu wissen, dass sie hart ist", fügte der Franzose an. "Er soll auf den Moment warten, in dem er reif genug ist, um die Tour zu gewinnen."

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Seixas selbst ordnete die Frankreich-Rundfahrt nach dem verlorenen Kampf ums Podium gegen Del Toro jedoch ganz anders ein.

"In ein paar Tagen, wenn ich zurückblicke, wird das definitiv etwas sein, auf das man stolz sein kann. Das verpasste Podium ist natürlich enttäuschend", sagte der 19-Jährige am Streckenrand. "Ich bin stolz auf diese Tour."

Titelfoto: Bildmontage: LOIC VENANCE / AFP, AFP

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